Peter Leinitz

Gedichte von Peter Leinitz

Über den Autor Peter Leinitz

 

            Inhalt

SCHLACHTEN.. 8

MENSCHEN.. 9

DER TEUFELSKREIS. 10

EDEL SEI DER MENSCH.. 11

THAILANDSÜCHTIG.. 11

DIE SPRACHE. 12

DER GUTE STERN.. 13

KORKENZIEHER.. 14

GESETZ IST GESETZ. 15

DER MENSCH IST GUT. 15

SELBSTBETRUG.. 16

SÜDSEETRÄUME. 17

DER SAFT DER SAGE. 18

ESSEN UND TRINKEN.. 18

RITUALE DER WILDHEIT. 19

DANK.. 19

KENNER DES LANDES. 19

DER SCHREI DER UNKE. 20

DER BESUCH DES ALTEN HERRN.. 20

UNGERECHT. 20

SELTEN.. 21

ARBEITGEBER.. 21

UNZULÄNGLICH.. 21

DIE VERKAUFTE MAGD.. 22

SIEG DER DUMMHEIT. 22

ABSURDES THEATER.. 23

HOFFNUNG.. 24

DER ROTE TEICH.. 25

ABSTURZ. 25

LETZTE FAHRT. 25

GUTER RAT. 26

DER TRAUM VOM TOD.. 26

SELBSTBESCHRÄNKUNG.. 26

DREISSIGTAUSEND  TAGE. 26

DIE GUTEN.. 27

WAS FRAUEN WOLLEN.. 27

ELF ELFEN.. 28

DAS  VORURTEIL. 28

HERBST  oder  JAHRESZEITEN.. 29

DER ESEL. 30

MÄRCHEN.. 30

DAS  RAUBTIER.. 30

BLINDE  LIEBE. 31

MÄRCHEN.. 32

ROTKÄPPCHEN.. 32

HANS IM GLÜCK.. 33

DES KAISERS NEUE KLEIDER.. 33

DER TRIEB.. 33

DAS TIER.. 34

DER MENSCH.. 34

DIE LIEBE. 34

DIE  TAUBE. 34

LIEBE  IN  PATTAYA.. 35

HÜRDEN  UND  WÜRDEN.. 36

MENSCHENRECHTE. 37

ICH  BIN  EIN  MENSCH.. 38

LINDENBLÜTENTEE. 38

FEHLER  DER  SCHÖPFUNG.. 38

SÜNDENFALL. 39

MÄDCHENTRAUM... 40

SEELENWANDERUNG.. 41

DO  IT  YOURSELF. 42

MARKTWERT. 43

BLINDER GLAUBE. 44

AFFENLIEBE. 45

HERR  SCHMITZ. 45

SCHIMMELREITER.. 46

ZUCHT  UND  ORDNUNG.. 47

ERLAUBTE  ÜBERGRIFFE. 47

RECHT  HABEN.. 48

VOLLMOND.. 49

GEMENGELAGE. 49

DIE VERTREIBUNG DER WICHTE. 50

DAS  EINHORN.. 51

ENDSIEG.. 51

ERZIEHUNG.. 52

DER ZAUBERSPIEGEL. 52

DIE  KAMMER.. 53

BACH.. 54

DIE  MORITAT VOM KOPFSALAT. 54

DAS  LIED  DER  WAISE. 55

PANZER.. 56

DAS WESEN DER WESEN.. 57

FORTSCHRITT. 58

HIMMEL. 58

HÖLLE. 58

FEGEFEUER.. 59

DER  BUNTE  HUND.. 59

DER  FELDHERR.. 59

IM  HONIG.. 60

IGNORANZ. 60

DER  SANDMANN.. 61

PLANET  DER  AFFEN.. 61

TRAGEN  UND  WAGEN.. 62

WERBUNG.. 63

SEI  KEIN  FROSCH.. 63

SUPER.. 63

DIE  EHRE  DER  BOLDE. 64

AMOK.. 65

HÖRENSAGEN.. 65

DIE  EINTAGSFLIEGE. 66

ZUCKER.. 66

ABARTIGE  WÜNSCHE. 67

URVERTRAUEN.. 67

SPEICHERPLATZ. 67

WICHTELMANN  UND  BÖSEWICHT. 68

DER  TEUFEL. 68

WAHNSINN.. 69

WERBETRÄGER.. 70

DER  HOFNARR.. 71

DER  WARZENKNECHT. 72

DER  SCHALTER.. 73

DAS  HEIL. 73

WASSER.. 74

DER  TOD  DES  APFELS. 75

DIE  FAHNE. 75

EKEL. 76

DER  AUGENSCHEIN.. 77

DAS  LEBEN  DER  TOTEN.. 78

DER  FÜRST. 79

DER  FAULE  PETER.. 79

SUCHT  UND  ORDNUNG.. 80

SPERRMÜLL. 81

DER  BLASENSEE. 81

ZAUBERHAFT. 82

OBERHAND.. 82

TOLLWUT. 83

AM  PRANGER.. 84

VERTREIBUNG.. 85

DAS  SCHLOSS. 85

KOSTEN.. 86

WIR.. 87

DER  FLASCHENGEIST. 88

DAS  NEUE  KINO.. 89

DER  TOD  IM  SEE. 89

ICH.. 90

DER  DRACHE. 90

DIE  GRAUE  MAUS. 91

GELD  ODER  LEBEN.. 92

AUS  TROTZ. 92

DER  RATTENFÄNGER.. 93

DAS  GEBOT  DER  STUNDE. 93

IN  DEN  WOLKEN.. 94

DAS  TRINKEN.. 95

SUSPEKT. 96

DER  RECHTSSTAAT. 97

UNTERMIETER.. 97

ALKOHOLFREI 98

DIE  ARSCHKARTE. 99

VERBLENDUNG.. 99

DIE  ZEHN  GEBOTE. 100

DIE  ERSCHEINUNG.. 101

MITLEID.. 102

WENN  DU  NUR  WILLST. 102

PENNIES FROM HEAVEN.. 102

DIE  DRÜSE. 103

DAS SINKENDE SCHIFF. 104

DER SINN DES LEBENS. 104

WARUM... 105

MEIN VATER.. 106

DER BAUM... 107

DAS WUNDER oder KINDERLIED.. 107

AUF DER FLUCHT. 109

NÄCHSTENLIEBE. 109

FREIHEIT. 110

ANGST. 111

KUNDENDIENST. 112

SCHEITERHAUFEN.. 112

INFEKT. 113

UNSTERBLICH.. 114

HUNDESOHN.. 114

WUNDERLAND.. 115

COOL. 116

WILDE  EHE. 116

KROKODIL. 117

DIE  LIEBESFALLE. 118

DER  BÖSE  GEIST. 118

FOLTER.. 119

GEISTER.. 120

KINDERLEICHT. 120

SELBSTÜBERSCHÄTZUNG.. 121

ACH  DU  MEINE  GÜTE. 122

UNSINN.. 122

SINNLOS. 123

EWIGE  LIEBE. 124

DAS FREMDE TIER.. 124

GOLD.. 125

HEILIG.. 126

LIEBESKASPER.. 126

OPFER.. 127

KLUGSCHEISSER.. 128

KREUZFAHRT. 129

STREIT. 129

DER  HÖLLENHUND.. 130

GIFT. 131

IM  KÖNIGREICH.. 131

HEXENMEISTER.. 132

DER  LÖWENKOPF. 133

DER  SEXTOURIST. 133

GRAFENSTEIN.. 134

FREUNDSCHAFT. 135

KAISERWALZER.. 135

DER  MÄRCHENKÖNIG.. 136

DAS  AUGENLIED.. 137

DAS  MÄRCHENSCHLOSS. 137

DER  RATTENSCHWANZ. 138

DER KÖNIG SAH SEIN KLEINES REICH.. 139

DER KÖNIG SPRACH ZUM UNTERTAN.. 139

HANUMAN.. 140

RUHM UND EHRE. 141

ARM  UND  REICH.. 141

DER  GERECHTE  KÖNIG.. 142

EIN  STÜCKWEIT. 143

IN  DER  PFLICHT. 143

FRAUENHELD.. 144

VOM  WINDE  VERWEHT. 145

DAS  VOLK.. 146

MARIONETTEN.. 146

UNTERTAN  UND  KÖNIG.. 147

DAS  FALLEN.. 148

IM  DETAIL. 148

TRINKEN.. 149

GESPRÄCHE  MIT  IHM... 150

DIE  BOSHEIT. 151

DIE  PEST  UND  DER  REST. 151

DIE  UHR.. 152

WENN  WIR  WÜSSTEN.. 153

WIE  AUCH  IMMER.. 154

NIEMALS. 154

DER  HIMMEL  DER  FISCHE. 155

DAS  BESTE  KOMMT  NOCH.. 156

DENKEN.. 156

EGAL. 157

WUNSCHKONZERT. 158

SCHULD.. 158

RINGE. 158

DER  VERTRETER.. 159

FAULES  GELD.. 160

BÜHNE  DES  LEBENS. 161

 

SCHLACHTEN

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein
Er isst auch gern mal was vom Schwein.
Aus Angst vor einer Hungersnot
Macht er im Schlachthaus Tiere tot.

Tiere haben keine Rechte,
Man fragt kein Schwein ob`s sterben möchte.
Wo Leben ist da fließt auch Blut,
Die Blutwurst gibt uns Lebensmut.

Auf´s Töten sind wir nicht versessen
Woll`n aber Steak und Schnitzel essen.
Man sollte Jene nicht missachten
Die im Schlachthaus Tiere schlachten,
Das Schlachten hat wohl Tradition,
Blut und Ehre sind der Lohn.

Das Schlachten auf dem Feld der Ehre
Hat eine and`re Atmosphäre,
Es sterben weder Kuh noch Kälber,
Hier schlachten sich die Schlachter selber.
Der Mensch zieht freudig in den Krieg
Es winkt ihm ja zum Lohn der Sieg.

Alle tragen Uniformen,
Unterliegen strengen Normen,
Ein jeder kann auf Rechte pochen,
Er wird nicht einfach abgestochen.
Es wird das Werk den Meister loben,
Der Schlachtbefehl kommt von ganz oben.
Das Schlachtfeld ist kein Schlachtefest,
Obwohl man fröhlich schlachten lässt.
Ein jeder trägt das Ehrenkleid
Und ist zum Heldentod bereit.

Beim Schlachthof hat man die Erklärung,
Er dient der menschlichen Ernährung,
Wir gewinnen dort das Fleisch
Das an Proteinen reich.
Abgesehen von den Siegen,
Was gewinnen wir an Kriegen?

Peter Leinitz Februar 2011

MENSCHEN

Es nervt der Mensch den Menschen täglich,
Menschen sind oft unerträglich.
Der Eine muss den Andren meiden,
Die Beiden können sich nicht leiden.

Ja sogar wenn sie sich lieben
Werden sie vom Hass getrieben,
Wer lieben kann der kann auch hassen,
Beides kann der Mensch nicht lassen.

Der Mensch einmal von Gott erschaffen
Unterscheidet sich vom Affen,
Den Affen trifft des Menschen Spott,
Ihn erschuf ein Affengott.

Wenn Affen sich wie Mensch benähmen
Müsste Affengott sich schämen.
Des Menschen Gott sich selten zeigt,
Er spricht nicht weil er schamhaft schweigt.

 

Peter Leinitz 1. Februar 2011

DER TEUFELSKREIS

Es wär so schön sich anzuschmiegen
In einem weichen Himmelbett
Ganz dicht bei einer Frau zu liegen
So dass man Spass am Leben hätt.

So träumen Männer die nicht finden
Was anderen schon längst gehört
In Liebe will man sich verbinden
Doch dies Gebet wird nie erhört.

Du lieber Gott erhör mein Flehen
Mein Herz ist schwer mein Bett ist leer
Unter der Decke kommt zum stehen
Was gerne in dem Weibe wär.

Freund Egon treibt es mit der Ute
Der Nachbar hat ne süße Maus
Mit Busen und mit Zuckerschnute
Nur Kevin ist allein zu Haus.

Ein Mann allein sehnt sich nach Liebe
Es kommt der Tag wo er sie hat
Dann sind befriedigt seine Triebe
Er hat die Alte langsam satt.

Verliebt verlobt das Joch der Ehe
Von Scheidung träumen Frau und Mann
Dass jeder seiner Wege gehe
Und alles fängt von vorne an.

 

Peter Leinitz März 2009

 

EDEL SEI DER MENSCH

Der Gutmensch ist wie jeder weiß
So edel wie das Edelweiß
Wenn alle wie der Gute dächten
Gäb´s nur noch Gute keine Schlechten.

Er will in einer Welt des Bösen
Die Menschheit von dem Fluch erlösen
Der auf ihr lastet seit der Kain
Dem Abel schlug den Schädel ein.

Der Mensch als solcher ist beliebt
Weil es auch gute Menschen gibt
Man will ja seine Grausamkeiten
Nicht immer wieder neu verbreiten.

Der Mensch hat Stil und Poesie
Und eine Rüstungsindustrie
Er liebt Waffen und Gewalt
Und freut sich immer wenn es knallt.

Der Gutmensch will das nicht begreifen
Geben wir ihm Zeit zum reifen.

Peter Leinitz 12.2.11


THAILANDSÜCHTIG

Früher war der Klaus so tüchtig
Er war ein braver deutscher Mann
Heute ist er Thailandsüchtig
Ein Typ der nicht mehr denken kann.

Er denkt nur an den nächsten Flug
Vernarrt in seine Tussi
Er wird wahrscheinlich nie mehr klug
Ein Sklave ihrer Pussy.

Sonne Palmen Meer und Strand
Zauber der Exotik
Man weilt in einem fremden Land
Mit freundlicher Erotik.

Klaus liebt Porn und Porn liebt Klaus
Niemand kann uns trennen
Darum baut ihr Klaus ein Haus
Dann lernt er Sie kennen.

Peter Leinitz 4.3.11


DIE SPRACHE

Die Sprache ist ein Instrument
Das Menschen voneinander trennt
Sie könnten miteinander reden
Doch jeder redet über jeden.

Sie reden aufeinander ein
Jeder will der Sieger sein
Was man heut mit Worten macht
Ähnelt einer Tortenschlacht.

Das Gespräch ist unbekannt
Man wird vom Gegner überrannt
Wagt mal Einer was zu sagen
Wird Er mit Fakten totgeschlagen.

Man hört nicht zu man ist dagegen
Man ist dem anderen überlegen
Es ist der Fluch der Ungeduld
An allem ist die Sprache schuld.

Peter Leinitz 10.2.11


DER GUTE STERN

Bist Du Jungfrau oder Stier
Trinkst Du Whisky oder Bier
Wenn Du pinkelst an Laternen
Liegt dein Schicksal in den Sternen
Jeder Mensch hat seinen Stern
Liegt der auch unendlich fern.

Wenn ein Mann besoffen ist
Und im Wald an Bäume pisst
Steht ein Stern in dunkler Nacht
Der sein Pinkeln überwacht
Ob wir lieben oder hassen
Oder gerade Wasser lassen
Immer steht ein Stern am Himmel
Der sich sorgt um uns`ren Pimmel.

Wenn es den Mann zum Weibe zieht
Überwacht der Stern sein Glied
Wenn bei Nacht die Sterne leuchten
Tut der Mann die Frau befeuchten
Wenn er sagt ich hab dich gern
Blinkt dazu sein guter Stern
Dieser Stern ist so dressiert
Das auch nie etwas passiert
Ist Sie schwanger - nicht zu fassen
Dann hat Ihn sein Stern verlassen.

Peter Leinitz Dezember 2005


KORKENZIEHER

Wenn der Mensch den Korken zieht
Und so aus dem Alltag flieht
Will er sich ja nur beschenken
Und nicht an die Folgen denken.

Eine gute Flasche Wein
Kann doch keine Sünde sein
Lebensfreude wird verbogen
Durch Geschwätz von Neurologen.

Schließlich weiß doch jedes Kind
Das viele Ärzte Säufer sind
Der Arzt ein Mensch wie Du und Ich
Schätzt einen guten Wein bei Tisch.

In seiner Praxis sieht er wohl
Die Macht von König Alkohol
Wenn Patienten Fusel trinken
Und dann immer tiefer sinken.

Schnaps und ein Gebräu von Hopfen
Niemals einen guten Tropfen
Ein Arzt der so viel Elend sieht
Am Abend auch den Korken zieht.

Peter Leinitz Januar 2004

GESETZ IST GESETZ

(geschrieben vor der Bankenkrise)

 

Gesetze werden eingesetzt
Zum Schutze aller Bürger
Es wird bestraft wer sie verletzt
Ob Stecher oder Würger.

Schützt die Jungen vor den Jungen
Lasst die Täter nie mehr frei
Schluss mit Vergewaltigungen
Wie zuletzt in der Türkei.

Schützt die Kranken und die Banken
Schützt die Macht der Politik
Der wir alles ja verdanken
Auch Beteiligung am Krieg.

Schützt die Liebe und das Leben
Und geht bitte auch zur Wahl
Eure Stimme müsst ihr geben
Denn sie schützt das Kapital.

 

Peter Leinitz 27.1.2008

DER MENSCH IST GUT

Der Mensch ist gut der Mensch ist nett
Mal ist er schlank mal ist er fett
Mal ist er blöd mal ist er schlau
Mal ist er eine geile Sau.

Mal ist er forsch und mal gehemmt
Mal bleibt er treu mal geht er fremd
Der Mensch ist edel und sozial
Mal ist er schwul und mal normal.

Der Mensch kommt hilflos aus dem Schoss
Später ist er rücksichtslos
Der Mensch ist Neger oder Weißer
Als Kind ist er ein Hosenscheißer.

Später ist er dann Soldat
Verbrecher oder Diplomat
Der Mensch lebt stets im selben Trott
Er glaubt an sich er glaubt an Gott.

Der Mensch ist Maso und Sadist
Der Mensch ist Moslem oder Christ
Der Mensch ist Sklave oder Krieger
Er ist Verlierer oder Sieger.

Der Mensch ist alles oder nichts
Bis zu dem Tage des Gerichts
Der Mensch ist blind in seiner Wut
Doch eins steht fest - Der Mensch ist gut.

 

Peter Leinitz 1.2.2010

SELBSTBETRUG

Es will die Welt betrogen sein
Wer sich betrügt nimmt Drogen ein
Der Mensch ist sich nicht selbst genug
Das Schönste ist der Selbstbetrug.

Zigaretten Schnaps und Bier
Unterscheiden uns vom Tier
Speed und Koks das sind die Sachen
Die das Leben schöner machen.

Leicht ist man zur Flucht bereit
Schwer nur von der Sucht befreit
Sucht nach Sex plagt viele Männer
Das sind die Südostasienkenner.

Die Sucht nach Frauen ist normal
Diese Droge ist legal
Unterschiede bei den Preisen
Führen oft zu weiten Reisen.

Frauen plagt die Sucht nach Geld
Sex und Geld: Der Lauf der Welt
Wer süchtig ist wird selten klug
Sie liebt mich - ist ein Selbstbetrug.

 

Peter Leinitz November 2007

SÜDSEETRÄUME

Und nun besingt die Moritat
Die Tat die ein Maori tat
Auf einer dieser Südseeinseln
Träumte ein Maler nur vom Pinseln.
Mal pinselt er den Zaun ganz neu
Mal ist er seiner Gattin treu
Mal streicht er eine Decke weiß
Mal macht ihn eine Schnecke heiß.
Doch einmal rutscht der Pinsel aus
Dann wird o Graus ein Kind daraus
Ein Kind, wie sag ich`s meiner Frau
Da wurden ihm die Haare grau.
So brachte er die Schnecke um
Und wickelte ne Decke drum
Versenken tat er sie im Meer
Er glaubte nicht an Wiederkehr.
Doch nachts in einer Zimmerecke
Erschien der Geist der toten Schnecke
Die Augen glühten blutig rot
Er stammelte: Du bist doch tot.
Die Tote sprach Du sollst dich schämen
Ich werde dir den Pinsel nehmen
Damit wirst Du nicht mehr streichen
Ich nehm ihn mit zu meinen Leichen.
Ihr lieben Maler seid nicht dumm
Bringt niemals eine Schnecke um
Wo Ihr auch seid ob Westen Osten
Es könnte Euch den Pinsel kosten.

Peter Leinitz März 2005

DER SAFT DER SAGE

Siegfried trank mit Hagen Saft
Und sprach der schmeckt ja sagenhaft.

 

ESSEN UND TRINKEN

Menschen essen häufig Tiere
Trinken oft auch viele Biere
Manche trinken roten Wein
Wollen nichts vom toten Schwein.

Manche fressen wie die Schweine
Manche kennen alle Weine
Manche essen keine Rinder
Das sind aber meistens Inder.

Manche essen gerne Schnecken
Weil die so schön langsam schmecken
Manche denken nur ans Essen
Viele haben nichts zu fressen.

 

Peter Leinitz Januar 1998

 

RITUALE DER WILDHEIT

Die Wölfe an dem Pudel rissen
Er sollte mit dem Rudel pissen.

 

DANK

Wer Dank erwartet ist ein Tor
Undank kommt viel öfter vor.

 

 

Auf der Folterbank des Lebens
Ist Tod das Ende allen Strebens.

 

KENNER DES LANDES

(THAILAND)

 

Jahrelang die Thais berochen,
Ihre Sprache nie gesprochen,
Thai und Englisch nur gebrochen,
Großer Unterschied im Kochen.

Polizei noch nie bestochen,
Stets auf seine Rechte pochen,
Personal nicht unterjochen,
Urlaub meistens nur drei Wochen.

 

Peter Leinitz 27.2.11

DER SCHREI DER UNKE

Wenn nachts im Baum die Unke schreit
Bin ich vom kühlen Trunke breit
Natürlich bin auch ohne Unken
Um diese Zeit ich meist betrunken

.

Peter Leinitz 4.4.11

DER BESUCH DES ALTEN HERRN

Alle Welt ist nun entzückt
Weil der Papst das Land beglückt
Es wurde dankend angenommen
Gott konnte nicht persönlich kommen.

 

Peter Leinitz  23.9.201


UNGERECHT

Man weiß es schon seit Bertolt Brecht
Das Kapital ist ungerecht.
Leider ist auch der Prolet
Besoffen wo er geht und steht.
 
In dieser Welt der Gegensätze
Häufen sich Piratenschätze
Auf der falschen Seite an
Nicht für den gemeinen Mann.
 
Das ist ja auch nicht so gedacht,
Wir sind ja deshalb an der Macht
Um alles in die Bahn zu lenken
Und dem Proleten einzuschenken.

Peter Leinitz 3.4.2011

SELTEN

Selten ist der Mensch zufrieden
Selten wird ein Streit vermieden
Herzensgüte und Humor
Kommen auch sehr selten vor.
 
Selten sind die guten Zeiten
Häufig sind die Seltsamkeiten
Seltsam ist die Perversion
Sehr beliebt sind Spott und Hohn.
 
Selten wird das Glück gefunden
Selten sind die schönen Stunden
Selten hat der Mensch mal Zeit
Selten ist die Seltenheit.

Peter Leinitz  7.4.11

 

ARBEITGEBER

Wir konnten uns als Geber laben
Am Schnaps den wir der Leber gaben.
 

UNZULÄNGLICH

Der Mensch ist unzulänglich,
Für Sex and Crime empfänglich,
Mal still mal überschwenglich,
Mal mutig und mal bänglich.
 
Gespräche unverfänglich,
Mitunter auch in Englisch.
Die Jugend ist vergänglich,
Reales ist verdränglich
 
Der Delinquent erhänglich,
Der Tod ist unumgänglich.

 

Peter Leinitz  10.4.10

DIE VERKAUFTE MAGD

Die Magd die ihre Kühe mochte
Und Brühe mit viel Mühe kochte,
Als sie zum Dienst nach sonst wo sollte
Da starb sie weil es Gott so wollte.

 

Peter Leinitz  17.1.11

SIEG DER DUMMHEIT

Oft weiß der Dumme nicht genau
Ob er dumm ist oder schlau.
Der Kluge wittert den Betrug
Doch ist er oft nicht klug genug.
Der Dumme gibt sich gern verwegen
Und ist dem Klugen überlegen.
Der Kluge ist ein stiller Denker
So wird der Dumme leicht sein Henker.
Dumme gibt es stets in Mengen
Weil Kluge an den Galgen hängen.   

 

Peter Leinitz  17.3.11

 

Peter mit Bildern

 

ABSURDES THEATER

Mager ist das Bühnenbild,
Gerechtigkeit steht auf dem Schild.
Man sieht das Volk als Herde Vieh,
Es trottet in die Apathie.
 
Frei gewählte Führungskräfte
Kümmern sich um Geldgeschäfte.
Wenn du noch einen Gulden hast,
Erdrückt dich doch die Schuldenlast.
 
Kommunismus ist absurd
Wie das Fahren ohne Gurt.
Absurd ist auch das Kapital,
Doch man hat ja keine Wahl.
 
Reiche reichen sich die Hände,
Die Vernunft läuft gegen Wände.
Global ist alles kompliziert
Unter und überfinanziert.
 
Wenn wir auf Hunger spekulieren
Können wir ja auch verlieren.
So kann die Zukunft sich verspäten,
Wir leben in Absurditäten.

 Peter Leinitz   29.10.11

HOFFNUNG

Verzweiflung Elend Hunger Not,
Oft wäre man am liebsten tot.
Hoffnungslos wird alles scheinen
Wenn wir diese Welt verneinen.
 
Doch dann gibt es plötzlich Sachen
Die uns wieder Hoffnung machen.
Wir holen mit gerechtem Zorn
Die Flinte wieder aus dem Korn.
  

Peter Leinitz   25.10.11

DER ROTE TEICH

Im Totenreich am roten Teich
Sind alle Idioten gleich.
Der tote Mensch lebt ohne Zwänge,
Im Totenreich gibts keine Ränge.
 
Keiner König keiner Knecht,
Keine Trennung nach Geschlecht.
Friedlich sitzt am roten Teiche
Gleichberechtigt jede Leiche.

 

Peter Leinitz 3.2.11

ABSTURZ

Wenn des Trinkers Sinne schwinden
Sind sie nie mehr aufzufinden.
Er verschenkt noch eine Rose,
Plötzlich wirkt die Vollnarkose.
 
Eben war er noch ganz frisch,
Plötzlich liegt er unterm Tisch.
Doch da fühlt er sich ganz wohl,
Das bewirkt der Alkohol.

 

Peter Leinitz 23.10.11

LETZTE FAHRT

Die am Teich im Weichen lagen
Fahren bleich im Leichenwagen.

GUTER RAT

Das Tuch des Glücks ganz leise weben
Und jede Stunde weise leben.

DER TRAUM VOM TOD

Am schönsten ist der Heldentod,
Da macht das Leben Sinn.
So steuert mancher Vollidiot
Auf diese Chance hin.
 
Der Mensch ist seines Glückes Schmied,
Die Welt ein Rosengarten.
Manchem glückt der Suizid,
Die meisten müssen warten.   

 

Peter Leinitz 18.3.11

SELBSTBESCHRÄNKUNG

Schränke die Gedanken ein
Sie hindern dich am glücklich sein  

 

Peter Leinitz 30.12.10

 

DREISSIGTAUSEND  TAGE

Zehntausend Tage Liebe
Zehntausend Tage Leid
Zehntausend Tage Elend
 Des Menschen Lebenszeit.
               

Peter Leinitz  2011

 

Massen und Horden
Hassen und morden.

 

DIE GUTEN

Von Güte werden sie getrieben
Sie müssen alle Menschen lieben.
Als ob sie es nicht besser wüssten
Die Altruisten.
                      

Peter Leinitz  5.11.11

WAS FRAUEN WOLLEN

Frau Holle schüttelt ihre Betten
Frau Merkel will den Euro retten
Frau Schwarzer will die Frauen stützen
Frau Vilar die Männer schützen.
 
Frau Roche will ein Gebiet befeuchten
Bei dem die Männeraugen leuchten
Frau Müller, Meier oder Schulze
Will Liebes oder Heimatschnulze.
 
Ein Zimmermädchen kämpft um Ehre
Frau von der Leyen will Karriere
Frau Aysche will ihr Kopftuch tragen
Frau Kachelmann die Wahrheit sagen.
 
Frau Strauss-Kahn will für ihn da sein
Frau Will will ihrer Freundin nah sein
 Frau Käßmann will doch auch mal blau sein
Der Transvestit will eine Frau sein.


                        Peter Leinitz  2.11.11

ELF ELFEN

Elf Elfen wollten sich verzwölfen
Da musste ihnen jemand helfen.
Ein junger Mann, schön von Gestalt
Verirrte sich im Elfenwald.
 
Die Elfte zeigt bei Mondenschein
Dem Wandersmann ihr Elfenbein.
Mit Jugend und Verwegenheit
Ergreift der die Gelegenheit.
 
Die Elfe dann im nächsten Jahr
Ein Elfenmägdelein gebar.
Der Vater aus dem Menschenreich,
Die kleine Tochter elfengleich.
 
Sie wussten sich zu helfen,
Die Elfen sind jetzt Zwölfen.


                            Peter Leinitz 7.11.11

DAS  VORURTEIL

Kein Befragen und kein Test,
Unser Urteil steht schon fest.
Was wir sagen ist gerecht,
Gut ist gut und schlecht ist schlecht.
 
Wer ein Mensch ist, wer ein Tier
Das entscheiden immer wir.
Wir bestimmen immer scharf
Wer man ist und was man darf.
 
Zwischen Jubel und Verneinung
Bildet BILD uns unsere Meinung.
Uns kann keiner Eindruck schinden,
Wir sind gesundes Volksempfinden.


 
                               Peter Leinitz  7.11.11

 

Der Mensch ist unzulänglich
Und obendrein vergänglich   

 

HERBST  oder  JAHRESZEITEN

Weissa Schnee und kalta Winta
Rodeln is wat für de Kinda.
Wenn de Bäume blühn in Werda
Küss ick wida meine Jerda.
 
Wenn ick inne Sommahitze
Mitn Schirm die Oma schütze,
Denk ick noch nich an den Herbst.
Herbst is wenn de sterbst.


 
                       Peter Leinitz  7.11.11.

DER ESEL

Die Frau spannt jeden Narren

Für ihr Zwecke ein.

Er zieht den Eselskarren,

Wenn nicht dann sagt sie nein.

 

Peter Leinitz  24.11.11

MÄRCHEN

Man kann ein ganzes Zwergenleben

Nicht hinter sieben Bergen leben.

Ersteigen kann der kleinste Zwerg

Auch den allerhöchsten Berg.

 

Mächte die den Gipfel schützen

Mögen keine Zipfelmützen,

Müssen sich sogar verschanzen,

Auf dem Gipfel der Finanzen.

 

Das Kapital hat große Ziele,

Zwerge gibt es aber viele.

Zwerge bündeln ihre Kräfte

Und behindern die Geschäfte.

 

In den Bergen suchen Schergen

Nach gewaltbereiten Zwergen.

Der Zwergenaufstand ist Geschichte.

Darüber schreibt man heut Gedichte.

 

Peter Leinitz  18.11.11

DAS  RAUBTIER

Das Raubtier raubt dem Tier das Leben,
Es frisst sein Opfer gnadenlos.
Der Mensch kann da ein Beispiel geben,
Durch Raub und Fressen ward er groß.
 
Fressen und gefressen werden,
Rauben oder ausgeraubt,
Ist das höchste Glück auf Erden,
Zwischendurch an Gott geglaubt.
 
Die Gejagten sind die Kleinen,
Der Räuber ist ein edles Tier.
Krokodile können weinen,
Der Mensch ist mehr zum Beten hier.
 
Große müssen Kleine fressen,
Das ist ein Naturgesetz.
Sprecht ein Gebet und lasst uns essen.
Die Fliege hängt im Spinnennetz.


                                Peter Leinitz  21.11.11 

BLINDE  LIEBE

Männer die die Liebe finden
Werden oft daran erblinden.
Tastend mit dem Blindenstock
Folgt der Mann dem Weiberrock.

 

                                 Peter Leinitz  25.11.11

 
Blumenzunge


 
MÄRCHEN

 

ROTKÄPPCHEN

Die Behauptung ist vermessen
Dass Wölfe alte Damen fressen.
Im Schafspelz nähert sich der Mann
Lieber jungen Damen an.


FRAU HOLLE

Frau Holle schüttelt uns den Schnee,
Der Jäger schießt für uns das Reh.
So können wir mit Preiselbeeren
Im Winter frisches Wild verzehren.

 

HANS IM GLÜCK

Er tauschte Gold in Euro ein
Und war zum Schluss ein armes Schwein.
Man sollte keinen Märchen lauschen
Und Gold nicht in Papiergeld tauschen.

 

DES KAISERS NEUE KLEIDER

Die Euro-Rettung bietet leider
Nur des Kaisers neue Kleider.
Jeden Tag ein neuer Pakt
Und am Ende sind wir nackt.


                           Peter Leinitz  28.11.11

DER TRIEB

Es ist der Trieb der alles treibt,
Verlocken und begehren.
Es ist der Trieb der immer bleibt,
Durch den wir uns vermehren.

 

DAS TIER

Es ist das Tier das in uns wohnt,
Wir sind gezähmte Wilde.
Es ist die Gier die uns belohnt,
Der Reichtum stimmt uns milde.

 

DER MENSCH

 

Der Mensch ist ein Naturprodukt,
Eigentlich ein Affe.
Er kratzt sich immer wenn es juckt,
Der Rest ist kalter Kaffee.

 

DIE LIEBE

Die Liebe ist ein Schattenspiel,
Figuren schwarz auf weiß.
Sie haben unser Mitgefühl,
Der Rest ist dann nur Scheiß
.


                        Peter Leinitz  1.12.11


DIE  TAUBE

 

Ich wollt ihr meine Liebe schwören
Doch sie war taub und konnt nicht hören.

 

 

LIEBE  IN  PATTAYA

Will das Alter Jugend küssen,
Wird es wohl bezahlen müssen.
 Will die Jugend profitieren,
Muss sie sich prostituieren.

Männer lieben, Frauen denken
Und sie lassen sich beschenken.
Vorüber ist die Tropennacht,
Wenn er aus seinem Traum erwacht.
Ein Harlekin, ein Pussyclown,
Ein Blinder in der Stadt der Frau`n.
Er glaubt zu schieben, wird geschoben,
Die unter ihm, bleibt immer oben.

Sie ist so zart, sie ist so weich,
Sie ist so arm, er ist so reich.
Dem Opfer sexueller Not,
Spielt man bereits das Lied vom Tod.
 

Peter Leinitz  18.2.12

HÜRDEN  UND  WÜRDEN

Das Pferd springt über jede Hürde
Doch kennt es keine Menschenwürde.
Man würde nie dem Tiere sagen
Es müsse auch mal Würde tragen.
 
Es trägt den Cowboy und den Jäger,
Es trägt sogar den Würdenträger.
Allein der Mensch kann Würden tragen
Und Pferde über Hürden jagen.
 
Hochwürden nennt der Mensch die Pfaffen,
Die sich damit Respekt verschaffen.
Unwürdig wer sich da nicht beugt
Und höchster Würde dies bezeugt.
 
Es strebt der Mensch nach Amt und Würden,
Dem Pferde gleich nimmt er die Hürden.
Wenn man ihn fragt was Würde soll,
Dann lächelt er nur würdevoll.


 
                         Peter Leinitz 3.1.2012

MENSCHENRECHTE

Jeder Mensch besitzt das Recht
Auf ein gerechtes Dasein,
Es müssen darum Herr und Knecht
Stets füreinander da sein.
 
Natürlich haben Herr und Knecht,
So eng auch ihre Bindung,
Ein jeweils anderes Daseinsrecht,
So lautet die Erfindung.
 
Adel Klerus Kapital
Besitzen Herrschaftsrechte,
Dieser Anspruch ist legal
Und geht nicht ohne Knechte.
 
Der Arbeitgeber gibt das Brot,
Der Knecht gibt seine Knochen,
So können Herren ohne Not
Davon ihr Süppchen kochen.
 
Profit ist auch ein Menschenrecht,
Der Mensch will profitieren,
Es geht den Knechten ja nicht schlecht
Wenn wir sie dirigieren.
 
Zuweilen rebelliert der Knecht,
Doch will es ihm nichts nützen,
Das Militär hat stets das Recht
Das Herrenrecht zu schützen.
 

Peter Leinitz  5.1.2012

ICH  BIN  EIN  MENSCH

Mal bin ich forsch und mal gehemmt,
Mal kann ich mich nicht leiden.
Mal bin ich selbst mir selber fremd,
Ich bin nicht zu beneiden.
 
Mal bin ich still mal bin ich laut,
Mal find ich keine Ruhe.
Mal schieb ich meine eigene Haut
Den anderen in die Schuhe.
 
Mal träume ich vom Suizid,
Mal bin ich froh und heiter.
Mal singe ich ein Liebeslied,
Ich bin ein Mensch nichts weiter.


                             Peter Leinitz  13.1.12
 

LINDENBLÜTENTEE

O holde Lindenblüte
Wie blühst du lind am Zweig
Auch später in der Tüte
Bist du mir zugeneigt.

 

FEHLER  DER  SCHÖPFUNG

Der Mensch ist unnatürlich,
Er stört in der Natur,
Benimmt sich ungebührlich
Und stiftet Schaden nur.
 
Ein Maulwurf mit Maschinen
,
Er pflügt die Erde um,
Sucht Öl und Gold, legt Minen,
Er ist so schlau wie dumm.
 
Der Mensch ist voller Fehler
,
Er passt nicht in die Welt,
Ist Mörder, Dieb und Hehler
Und lebt nur für das Geld.
 
Der Mensch ist ein Desaster
,
Er ist ein Drogenfreak,
Er huldigt jedem Laster
Und führt auch gerne Krieg.
 
Die Menschen sind misslungen
,
Gott hat es oft bereut,
Die Alten wie die Jungen,
Vom ersten Tag bis heut.


Peter Leinitz  15.1.12

SÜNDENFALL

Was ist der Mensch in all dem All,
Er ist der Erde Sündenfall.
Blau der Planet und blau der Trinker
,
Man zeigt sich gern den Fingerstinker.
 
Doch die Jugend lässt uns hoffen
,
Nur ein Teil ist da besoffen,
Man kennt sich aus in Medizin,
Nimmt Hero oder Kokain.
 
Bier trinkt der gemeine Mann
,
Weil er sonst nicht pinkeln kann.
Abstinent sind viele Frauen
,
Weil sie mehr auf Gott vertrauen.
 
Bei der Henne und beim Hahn
Gibt es religiösen Wahn.
Der Trinker trinkt, der Fixer spritzt
,
Der Fromme bei Gebeten sitzt.
 
Mit Drogen immer
vollgesogen,
Das nutzen auch die Demagogen,
Wer nicht spritzt und wer nicht kifft
Konsumiert gern deren Gift.
 
Religion soll heilbar sein
,
Aber nicht auf Krankenschein.
Und so bleibt uns nur die Flucht
,
Von einer in die andere Sucht.


 Peter Leinitz  20.1.12

MÄDCHENTRAUM

Der Traumprinz ist ein Mädchentraum,
Für Knaben eignet er sich kaum.
Prinzen muss es einfach geben
,
Wofür sollte man sonst leben?
 
Mutter hat es nicht geschafft
,
Ihr hat kein Prinz den Hof gemacht,
Wahrscheinlich hat sie nie geträumt,
Hat Kompromisse eingeräumt.
 
Ein treues Tier besucht den Vater
,
Jeden Morgen kommt der Kater.
Das Schicksal lastet wie ein Fluch
;
Arbeitslos und Mundgeruch.
 
Die Tochter hat sich vorgenommen
,
Niemals soll es so weit kommen.
Das Elend sieht sie alle Tage
,
Für sie kommt nur ein Prinz in Frage.
 
Sie trafen sich im Märchenwald
,
Und wurden auch ein Pärchen bald,
Sein Kuss ist frisch wie Pfefferminzen,
Daran erkennt man einen Prinzen.

Peter Leinitz  29.1.12

SEELENWANDERUNG

Die Seele sitzt im Körper fest,
Obwohl sie sich nicht finden lässt.
Sie kann ihn aber auch verlassen
Und ist real nicht zu erfassen.
 
Ohne sie, trotz Körperfülle,
Wär der Mensch nur eine Hülle.
In dem Leben, diesem rohen,
Der Seele oft Gefahren drohen.
 
Es nimmt der Mensch die Angst in Kauf,
Doch diese essen Seele auf.
Sie selenruhig zu verzehren,
Hilft den Ängsten sich zu mehren.
 
Es sitzt die Angst im Körper fest,
Obwohl sie sich nicht finden lässt.
Doch die Natur kennt eine List,
Weil Hoffnung gerne Ängste frisst.
 
Verluste sind nicht zu vermeiden,
Am Ende, wenn die Ärzte schneiden.
Auch wenn Angst und Seele fehlen,
Die Hoffnung lässt sich nicht verhehlen.

Peter Leinitz 25.1.12

DO  IT  YOURSELF

Grundsolide Suizide,

Sind in Planung und Gestalt,

Nicht naiv und nicht perfide,

Sondern häusliche Gewalt.

 

Will der Mensch den Tod sich schenken,

Kreisen ihn Gedanken ein,

Vieles gibt es zu bedenken,

Weit entfernt der Totenschein.

 

Gut und schlecht sind die Methoden,

Wer die Wahl hat, hat die Qual,

Ständig wechseln da die Moden,

Erfahrung fehlt, beim ersten Mal.

 

Will man nur ein Ende setzen,

Ist es Trauer oder Wut,

Will man andere verletzen,

Oder meint man es nur gut.

 

Ist man mutig oder feige,

Ist man weise oder dumm,

Spielt man Lotto oder Geige,

Wer nicht mitspielt bringt sich um.

 

Peter Leinitz 3.3.12

MARKTWERT

Zu Markte trägt die Frau die Haut,
Am besten jung, gepflegt und zart,
Der Mann mehr auf die Kraft vertraut,
Durchblutet, aufrecht, hart.
 
In dieser Zeit, voll Glück und Leid,
Ist frisch die Handelsware,
Vermindert wird die Haltbarkeit,
Im Lauf der nächsten Jahre.
 
Man sucht das Datum des Verfalls,
Auf welken Hautbereichen,
Man findet es nicht nur am Hals,
Der Marktwert ist zu streichen.
 
Das Frischesiegel wird verwehrt,
Der Markt kennt keine Gnade,
Die Frucht ist nichtmehr unversehrt,
Es nagt schon eine Made.
 
Die Jugend war der Traum vom Glück,
Das Alter wird entsorgt,
Das müde Auge blickt zurück,
Das Leben war geborgt.

 


                         Peter Leinitz 3.3.12

BLINDER GLAUBE

Die Eule sieht bei Nacht genau,
Der Star ist bei ihr noch nicht grau,
Sie sieht die Bäume und die Gräser,
Benötigt keine Nachtsichtgläser.
 
Kluge Vögel sind die Raben,
Weil sie voll den Durchblick haben.
Auch der Mensch kann alles sehen,
Aber vieles nicht verstehen.
 
Um sich nicht den Schlaf zu rauben,
Will statt Sehen er nun Glauben.
Wer den rechten Glauben findet,
Ist dann auch sofort erblindet.
 
Er sucht als Blinder unter Blinden,
Tastend sich zurecht zu finden,
Er sieht die Bäume nicht im Wald,
Nur der Glaube gibt ihm Halt.
 
Deutlich sieht er, ohne Augen,
Dass die Augen gar nichts taugen.
Die neue Brille zeigt ihm scharf,
Wie und was er sehen darf.
 
Auf Augenhöhe ist er nun,
Sein Organismus ist immun,
Früher war er oft verzagt,
Heut glaubt er das was man ihm sagt.



                                     Peter Leinitz 13.3.12

 

AFFENLIEBE

Weil die Ängste uns begleiten,
In der tristen Einsamkeit,
Sind in diesen harten Zeiten,
Wir zum Äußersten bereit.
 
Gegen alles kluge Denken,
Gegen Logik und Vernunft,
Wollen wir ein Herz verschenken,
Suchen eine Unterkunft.
 
Mann und Frau sind nicht geschaffen,
Für ein trautes Glück zu zweit,
Die Erde, ein Planet der Affen,
Ihn zu beschreiben geht zu weit.


                           Peter Leinitz  13.3.12

HERR  SCHMITZ

Ob es donnert oder blitzt,
Egal wie die Krawatte sitzt,
Schmitz, der lächelt nur verschmitzt.
Nähert er sich stark erhitzt,
Oder auch total verschwitzt,
Wenn er erst im Flieger sitzt,
Sind die Blitze abgeblitzt
Und die Sache ist geritzt .

 

Peter Leinitz 26.2.12

SCHIMMELREITER

Er kannte leider zu genau
Das Schicksal seiner Zugehfrau,
Zu der er ganz verwundert kam,
Als sie Tabletten Hundert nahm.

 

Weil sie ganz ohne Hoffen war,

War ihre Absicht offenbar.

Hinab gespült mit Rebensaft,

Entzieht der Trank die Lebenskraft.

 

Es nahte dann der Schimmel gleich

Und trug sie in das Himmelreich.

 

Es tragen uns die Flügelpferde,

Zurück bleibt nur ein Hügel Erde.

Wenn wir auf den Schimmel hoffen,

Steht uns auch der Himmel offen.

 

Ein weißes Pferd das Schwingen spreizt,

Den Kirchenchor zum Singen reizt.

Der Flugverkehr ist ungezügelt,

Gott hat dieses Tier beflügelt.

 

Das Leben geht im Himmel weiter,

Auch du wirst mal ein Schimmelreiter.

 

Peter Leinitz 16.2.12

ZUCHT  UND  ORDNUNG

Aus dem Alltag kann man flüchten,

Blumen oder Tiere züchten,

Kreuzt man Labrador mit Pudel,

Erhält man einen Labradudel,

 

Kreuzt die Arbeit man mit Geld,

Wird eine Ordnung hergestellt,

Wer Arbeit froh mit Mut verbindet,

Sich oft dann nur in Armut findet.

 

Kreuzt man Geld von vielen Staaten,

Darf man das Ergebnis raten,

Kreuzt man Banker mit Banditen,

Wird man kaum was Neues bieten.

 

Kreuzt man Macht mit Volkes Duldung,

Erhält man eine Staatsverschuldung,

Was ist wahr an den Gerüchten,

Dass wir falsche Schlangen züchten?

                          

 Peter Leinitz 18.3.12

 

ERLAUBTE  ÜBERGRIFFE

Familie ist Zusammenhalt,

Im Guten wie im Bösen,

Man trotzt gemeinsam der Gewalt

Und kann Probleme lösen.

 

In Wirklichkeit sind Hass und Neid

Motive die uns treiben,

Man muss die Liebe und das Leid

Nur boshaft übertreiben.

 

Man äußert die Kritik versteckt,

Die Bosheit sucht Umschreibung,

Es gibt da keinerlei Respekt,

Der Hass liebt Übertreibung.

 

An jedem Pfeil klebt neues Gift,

Entlarvend die Entgleisung,

Groß ist die Freude wenn er trifft,

Triumph der Schuldzuweisung.

 

Zu lösen ist der Knoten nur,

Wenn wir den Feind entdecken;

Wir raten dieser Diktatur,

Uns mal am Arsch zu lecken.

 

      Peter Leinitz 2.2.2012

RECHT  HABEN

In guten wie in schlechten Zeiten,

Hat der Mensch das Recht zu streiten,

Es gab die Fee an guten Gaben,

Uns auch das Recht stets Recht zu haben.

 

Das sollten alle respektieren,

Bevor wir die Geduld verlieren.

Mit Recht wird der als Feind betrachtet,

Der unser gutes Recht missachtet.

 

Er klopft auf Holz, der dumme Specht

Und glaubt im Ernst er habe Recht.

Er wird jedoch begreifen müssen,

Dass wir es letztlich besser wissen.

 

Lass ihn nur das Messer wetzen,

Wir werden ihn ins Unrecht setzen.

Uns geht es gut, ihm geht es schlecht,

Es bleibt dabei, wir haben Recht.

 

Peter Leinitz 8.4.12

VOLLMOND

Bei Vollmond wenn der Glühwurm glüht

Und rauschhaft Bäume rauschen,

Sind junge Menschen oft bemüht,

Sich küssend auszutauschen.

 

Sie tauchen ein, sie tauchen unter,

Versunken sinken sie auf Grund,

Die Macht der Liebe zieht sie runter,

Dort liegt der Knüppel bei dem Hund.

 

Still ruht der See im Mondeslicht,

Man kann darin ertrinken,

Bei mancher Liebe lohnt es nicht,

So tief dafür zu sinken.

 

Peter Leinitz 9.4.12

GEMENGELAGE

Schweigend lauscht des Volkes Menge,

Bei Vermengung im Gedränge,

Wenn man ihm Druck und Zwänge sage,

Als Folge der Gemengelage.

 

Ob wir verlieren oder siegen,

Stets wird es am Gemenge liegen,

Immer ist die erste Frage,

Wie ist die Gemengelage.

 

Themen die sich leicht vermengen,

Dinge die wir meist verdrängen,

Sie verfinstern unsere Tage,

Führen zur Gemengelage.

 

Ein Wort vergiftet unser Leben,

Wird das Volk sich nun erheben,

Wird der Staat Gemenge dulden,

Oder macht er weiter Schulden.

Peter Leinitz 9.4.12

DIE VERTREIBUNG DER WICHTE

Lang lebten sie im Schattenreich,

Ihr Herrscher war der Rattenscheich.

Ein Hund der an den Latten roch,

Entdeckte sie im Rattenloch.

 

Der Staat hilft nun mit Wicht-Zulagen,

Den Wichten sich ans Licht zu wagen.

Dies wollten schnell Berichte wissen,

Um die sich bald die Wichte rissen.

 

Den Wichten fiel der Regen seicht,

Was nicht zu ihrem Segen reicht.

Wenn Winde ins Gesichte wehen,

Will man die Schuld beim Wichte sehen.

 

Das Volk kann seine Schande lieben

Und Wichte aus dem Lande schieben.

Wo Vögel sich im Lichte wiegen,

In Gräbern nun die Wichte liegen.

 

Peter Leinitz 20.4.12

 

DAS  EINHORN

Dem Manne sitzt im Fleisch ein Dorn,

Es ist des Knaben Wunderhorn.

Er trägt vor seiner Stirn ein Brett,

Es ist das Horn, es will ins Bett.

 

Frauen müssen sich nicht schämen,

Wenn sie ihn auf die Hörner nehmen.

Sie haben zwei, er nur das eine,

Wenn sie wissen was ich meine.

 

Peter Leinitz  12.9.12

ENDSIEG

Der Mensch in seiner Nichtigkeit

Betont gern seine Wichtigkeit.

Die Welt wär leer wenn er nicht wär,

Ohne ihn läuft gar nichts mehr.

 

Zwar vernahm er schon als Kind,

Das alle Menschen sterblich sind.

Doch über dieser hohlen Phrase

Trug er immer hoch die Nase.

 

Er rief auf den Tod zu hassen

Und begeisterte die Massen.

Bald kam keiner mehr vorbei

An der Anti-Tod-Partei.

 

Nur wer einhält das Versprechen

Kann die Macht der Kirche brechen.

Es folgte ihm ein ganzes Heer,

Heute stirbt nun keiner mehr.

 

                                 Peter Leinitz 17.9.12

ERZIEHUNG 

Rechts und links sind viele Stühle

Und dazwischen Schuldgefühle.

Hölle unten, Himmel oben,

Häufig tadeln, selten loben.

 

Warnen, drohen und erpressen,

Fehler werden nie vergessen.

Unzucht, Sünde, Strafgericht,

Lust und Onanieverzicht.

 

Ahnen, mahnen, Zukunft sehen,

Ohne Nöte zu verstehen.

Doch es ist Respekt zu zollen,

Denen die das Beste wollen.

 

                                    Peter Leinitz 17.9.12

DER ZAUBERSPIEGEL

Wenn man in den Spiegel steigt,
Wie Cocteau es einst gezeigt,
Ist die Phantasie entriegelt
Und die Brille ist entspiegelt.
 
Ohne störende Reflexe
Sieht man Kuchenhaus und Hexe,
Berge, Täler, Wüste, Schnee
Und das alles in HD.
 
Man sieht sich selbst, man sieht die andern
Tiefer in den Abgrund wandern.
Die Banken stehen unter Feuer,
Das Leben ist ein Abenteuer.
 
Was ist des Zauberspiegels Sinn,
Der kleine Mann ist mitten drin.
In der Narkose weiter träumen,
Statt den Saustall auszuräumen.


                                Peter Leinitz 18.09.12

DIE  KAMMER

Jeder Mann hat eine Kammer,

Dort verschließt er allen Jammer,

Dort verbirgt er alle Schwächen

Und kommt nie darauf zu sprechen.

 

Aller Kummer, alle Sorgen,

Bleiben vor der Welt verborgen.

Doch gibt es eine Kammerzofe

An seinem kleinen Fürstenhofe.

 

Sie hat den Schlüssel und das Wissen

Dem Manne an das Knie zu pissen.

Klar dass sich die beiden hassen,

Sie wollen sich nun scheiden lassen.

 

Peter Leinitz  18.9.12

 

„Ein Mensch der in der Zeitung liest

Derweil ein Bach durchs Radio fließt“ (Eugen Roth)

 

BACH

Ein Mensch der selbst gern Verse schrieb,

hat sich in diese schnell verliebt,

Die so verschlüsselt formuliert

Als hätte Bach sie komponiert.

 

Kritik und Strenge duldet nie

Die hier gewagte Blasphemie.

Man dürfe nie des Baches Rauschen

Mit dem Genie von Bach vertauschen.

 

Wer fragt heut noch nach alten Zeiten,

Wir haben neue Möglichkeiten.

Man kann im Wald wo Bäche fließen

Bach von MP3 genießen.

 

                                  Peter Leinitz 20.9.12

 

„und wenn dann der Kopf rollt, sage ich hoppla“ (Brecht)

 

DIE  MORITAT VOM KOPFSALAT

Das Fallbeil ist ein Instrument

Das den Kopf vom Körper trennt.

Der Adel nässte seine Hosen,

Einst im Lande der Franzosen.

 

Oft zitiert und unvergessen:

„Sollen sie doch Kuchen essen“.

Wenn diese über jene lachen,

Muss man Köpfe kürzer machen.

 

Wenn wir etwas ändern wollen,

Müssen viele Köpfe rollen.

So viele Köpfe, so viel Blut,

So viel aufgestaute Wut.

 

Immer weiter finanzieren,

Nur jetzt nicht den Kopf verlieren.

Den Worten folgt einmal die Tat,

Blutig ist der Kopfsalat.

 

Peter Leinitz 28.9.12

DAS  LIED  DER  WAISE

Einst sang traurig eine Waise

Eine schaurig schöne Weise.

Und sie sang in einer Weise,

Jung und doch schon alt und weise.

 

Im Waisenhaus wo Waisen sind,

Dort lebte dieses Waisenkind.

Ihre Kleidung war zerschlissen,

Ihre Seele war zerrissen.

 

Es mangelte an Vater, Mutter,

Wurst und Käse, Milch und Butter.

Als sie sang so wie ein Engel,

Hörte sie ein junger Bengel.

 

Dieser war kein Waisenknabe

Und er nutzte seine Gabe.

Er erkannte ihr Talent

Und er wurde ihr Agent.

 

Sie sang vor ausverkauften Häusern

In New York und in Bad Goisern.

Die Waise aus dem Waisenhaus

Sie sang sogar im Weißen Haus.

 

Ihr Siegeszug ging um die Welt

Und sie scheffelten das Geld.

Bald hatten sie ein Kind bekommen,

Doch viele Drogen auch genommen.

 

Geist und Körper voller Narben,

Die beiden dann in Armut starben.

Die kleine Tochter, welch ein Graus,

Singt Weisen nun im Waisenhaus.

 

                                   Peter Leinitz 25.9.12

 

PANZER

Was will man ohne Panzer wagen,

Wer siegen will braucht Panzerwagen.

Auf der Bühne spielt man Rollen,

Gegner muss man überrollen.

 

Opfer ihrer Rollenspiele,

Wurden ohne Panzer viele.

Die Rüstung kleidet jeden ein,

Ein Ritter muss gerüstet sein.

 

Vorsicht wenn Getränke fuseln,

Oder wenn Gefühle duseln.

Im Freien und sogar im Wagen

Muss man seine Weste tragen.

 

Feinde kann man nicht erkennen,

Weil sie sich ja Freunde nennen.

Sie nähern sich ganz ohne Scham,

Der Mensch ist boshaft und infam.

 

Harmlos ist er wie die Ratte,

Die die Pest verschuldet hatte.

Sein Deo hat den Sommerduft

Und er sprengt dich in die Luft.

 

Peter Leinitz 11.10.12

 

DAS WESEN DER WESEN

Wenn wir über Wesen lesen,

Die selbst Besen einst gewesen,

Die noch heut ihr Wesen treiben,

Und sich an den Besen reiben.

 

Schwer sind Wesen zu begreifen,

Die auf Besen sich versteifen,

Fremd ist dieser Wesenszug,

Daraus wird kein Besen klug.

 

Niemals können Besen erben,

Wenn die armen Wesen sterben.

Wesen können nicht verwesen,

Doch sie reiten auf dem Besen.

                                                                                                             

Ist der Stiel des Besens hart,

Entspricht das ihrer Wesensart.

Ist der Himmel besenrein,

Wo mögen dann die Wesen sein.

 

                            Peter Leinitz 31. 10. 12

 

FORTSCHRITT

Wenn die Völker Opfer bringen

Und damit das Schlachtfeld düngen,

Wird dem Feind den Spaß verdorben,

Keiner ist umsonst gestorben.

 

Jeder Krieg ist Offenbarung,

Unersetzliche Erfahrung.

Nicht jedes Töten ist ein Mord,

Die Menschheit schreitet dadurch fort.

 

                                   Peter Leinitz  31. 10. 12

 

HIMMEL

Menschen lieben Religionen,

Jeder will im Himmel wohnen.

Dort soll es einfach himmlisch sein,

Es darf ja auch nicht jeder rein.

 

HÖLLE

Alles Hoffen ist vergebens,

Auf der Höllenfahrt des Lebens.

Der Hölle Glut ist uns bekannt,

Wir werden nach dem Tod verbrannt.

 

FEGEFEUER

Mancher muss, der Steuer wegen,

Nach dem Tode Feuer fegen.

Einen heißen Besen schwingen,

Und noch fromme Lieder singen.

 

                              Peter Leinitz  19. 10. 12

 

DER  BUNTE  HUND

Wer bekannt als bunter Hund,

Taugt nicht für den Untergrund.

Treibt der bunte Hund es bunt,

Tut das bald DIE BUNTE kund.

Sind die Leser einmal munter,

Werden alle Hunde bunter.

Dieser Trend ist ungesund,

Findet mancher arme Hund.

 

Man stempelt ihn zur grauen Maus,

Das hält der Hund im Kopf nicht aus.

Bei Hunden die in Hütten wohnen,

Häufen sich die Depressionen.

 

Manche winseln bei der BUNTEN

Und benehmen sich wie Tunten.

DIE BUNTE hat schon eingelenkt,

Doch Fifi hat sich aufgehängt.

 

                               Peter Leinitz  1.11.12

 

DER  FELDHERR

Der Feldherr ist der Herr im Felde,

Dass man ihm jeden Vorgang melde.

Niederlagen oder Siege,

Wir lernen für die nächsten Kriege.

 

Der Feldherr ist der Herr des Feldes,

Und eine Schachfigur des Geldes.

Die Kriegskunst ist kein totes Wissen,

Auch wenn viele sterben müssen.

 

Der Feldherr ist kein Feldarbeiter,

Seine Arbeit geht viel weiter.

Wenn Feinden ich den Zugang wehre,

Wird das Feld zum Feld der Ehre.

 

Der Feldherr wird des Feldes Knecht,

Wenn Ihr die Macht des Geldes brecht.

Marmor Stein und Eisen bricht,

Nur die Macht des Geldes nicht.

 

                            Peter Leinitz  2.11.12

IM  HONIG

Oft liege ich und träume

Und weiß dass ich versäume.

Man klebt in Bienenwaben

Und kann nicht alles haben.

 

 

IGNORANZ

Zum Kunstwerk wird der Damensteiß

Erst durch des Stechers Kunst und Fleiß.

Und trotzdem geht das Arschgeweih

Den meisten nur am Arsch vorbei.

 

                                     Peter Leinitz 7.11.12

DER  SANDMANN

In Kinderaugen knirscht kein Sand,

Er ist zu fein gemahlen,

Der Eintrittspreis zum Wunderland,

Ist später erst zu zahlen.

 

Die Träume sind das täglich Brot,

Da ist viel Sand zu streuen,

Um Menschen in der Zeit der Not,

Mit Träumen zu erfreuen.

 

Der Sandmann schafft es nicht allein,

Der Sand ist viel zu wichtig,

Der Bildschirm schläfert Menschen ein,

Sogar Gebührenpflichtig.

 

Der Sandsack dämmt nicht nur die Flut,

Er hilft auch zu erblinden,

So kann des Träumers blinde Wut,

Auch keinen Ausweg finden.

 

Das Kind ist klein, der Sand ist fein,

Die Zukunft ist versandet,

Brav schließen wir die Äugelein,

Wenn auch die Woge brandet.

                                Peter Leinitz 15.11.12

 

PLANET  DER  AFFEN

Der Affe neigt zur Hinterlist,

Meistens ist er auch Rassist.

Naht sich wer im Fremdgewande,

Ist das eine Affenschande.

 

Ein Unmensch ist der Affe nicht,

 Jeder tut nur seine Pflicht.

Was wir lieben, was wir hassen,

Muss man uns schon überlassen.

 

Was wir leisten, was wir schaffen,

Das gehört den Oberaffen.

Der Affe ist des Affen Feind,

Er ist ein Krokodil das weint.

 

Oberaffen sitzen oben,

Wo sie tadeln oder loben.

Unteraffen dürfen wählen,

Und sich über Runden quälen.

 

Der Kleine Affe säuft sich breit,

Er ist ein Affe seiner Zeit.

Von Oben wird er angepisst,

Weil er ein blöder Affe ist.

 

                         Peter Leinitz 18.11.12

 

TRAGEN  UND  WAGEN

Wer Waren stielt zeigt Wagemut,

Weil er ja etwas wagen tut,

Tut einer etwas in den Wagen,

Muss er es nicht zur Kasse tragen.

 

WERBUNG

Wenn man die Jungfrau hat entehrt,

Das ist schon einen Asbach Uralt wert.

 

SEI  KEIN  FROSCH

Mädchen welche Frösche küssen,

Oft sich übergeben müssen,

Dieser Regung muss man trotzen,

Keine Prinzen ohne Kotzen.

 

                         Peter Leinitz 27.11.12

 

SUPER

Super ist der Supermarkt,

Super ist der Benz geparkt.

Super ist die Segelyacht,

Super ist die Supermacht.

 

Super ist das Haar gestylt,

Super ist das Geld verteilt.

Super ist der Supermann,

Super wie er zocken kann.

 

Super seine Superkräfte,

Super seine Bankgeschäfte.

Super werden wir belogen,

Super werden wir betrogen.

 

Super sind die Superreichen,

Super ist das Siegeszeichen.

Super ist der Nasenschnee,

Super ist die Lottofee.

 

Super ist die Superzahl,

Super ist das Kapital.

Super wird das Volk gelinkt,

Super wie die Scheiße stinkt.

 

Peter Leinitz  24.11.2012

DIE  EHRE  DER  BOLDE

Ein Kobold und ein Trunkenbold,

Erhielten ihren Ehrensold,

Beide waren Ehrenbolde,

Standen ehrenhaft im Solde.

 

Lange war der Trinker trocken,

Ließ sich in die Kneipe locken,

So gespannt vor seinen Karren,

Macht der Kobold ihn zum Narren.

 

Ein Tugendbold vertrat die Tugend,

Sie sei ein Vorbild für die Jugend,

Ein Witzbold machte dumme Witze,

Da gab es einen auf die Mütze.

 

Kaum ein Bold der Spaß versteht,

Wenn es um die Ehre geht,

Betrunken - eher ungewollt -

Zog der Trunkenbold den Colt.

 

Der Kobold starb - auf Ehrenwort -

Ein ehrenhafter Ehrenmord.

Der Boldismus und die Ehre,

Führen also nur ins Leere.   

Peter Leinitz 12.12.12

 

AMOK

Es wird das Lied vom Tod gespielt,

Wenn Eastwood auf die Bösen zielt.

Wenn einer schießt und viele fallen,

Dann gefällt das doch uns allen.

 

Es kennt den Guten jedes Kind,

Es weiß auch wer die Bösen sind.

Das Kino ist gewaltbereit,

Dort gibt es noch Gerechtigkeit.

 

Cool der Held und cool die Waffen,

Damit kann man Ordnung schaffen.

Ordnung ist das halbe Leben,

Wer viel übt schießt nicht daneben.

 

Jeder will den Drive genießen,

Endlich einmal live zu schießen.

Letzte Kugel, letzter Kick,

Schärfer als der schärfste Fick.

 

Todesengel und Sadisten,

Führen uns auf ihren Listen,

Schnell das neue Smartphone kaufen,

Weil sie morgen Amok laufen.

                                               Peter Leinitz 18.3.12

 

HÖRENSAGEN

Alles was wir sagen hören,

Kennen wir vom Hörensagen.

Auf dem Rasen jagen Möhren

Hasen, die sonst Möhren jagen.

 

DIE  EINTAGSFLIEGE

Wenn an eines Tages Ende,

Eine Eintagsfliege stirbt,

Fliegt sie kopflos gegen Wände,

Bis sie dann das Recht erwirbt,

Auf ein Leben ohne Ende.

 

ZUCKER

Jeder will das süße Leben,

Alle wollen den Genuss,

Stets dem Affen Zucker geben,

Und dem Backwerk Zuckerguss.

 

Zucker ist in jeder Speise,

Zucker ist in jedem Saft,

Auf der langen Lebensreise,

Gibt der Zucker uns die Kraft.

 

Was nicht süß ist, das ist sauer,

Peitsche oder Zuckerbrot,

Nur der Zucker gibt uns Power,

Auch wenn Diabetes droht.

 

Süß sind alle Lebenslügen,

Zucker ist ein Opiat,

Jeder kann sich selbst betrügen,

Will auch keinen guten Rat.

 

Zuckerpreise werden steigen,

Steigen wird die Zuckersucht,

Werbung bringt Vernunft zum Schweigen,

Weil der Mensch den Zucker sucht.

 

                                  Peter Leinitz  7.12.12

 

ABARTIGE  WÜNSCHE

Es sprach der Sohn zur Mutter eben,

Er wolle gern in Armut leben,

Die Mutter war entsetzt und reich,

Der Wunsch kam einer Krankheit gleich,

Dann belehrte sie den Knaben,

Mein Kind, man kann nicht alles haben.

 

URVERTRAUEN

Menschen haben Urvertrauen,

Ohne auf die Uhr zu schauen,

Ist die Uhr dann abgelaufen,

Kann man sie nicht mehr verkaufen.

 

SPEICHERPLATZ

Der PC kann Daten speichern,

Reiche können sich bereichern,

Man speichert Geld und macht sich breit.

Das dumme Volk spielt Gigabyte.        

Peter Leinitz 15.12.12

 

WICHTELMANN  UND  BÖSEWICHT

Bösewichte soll es geben,

Die in unserer Mitte leben,

Viele sind auch abgehoben,

Sie agieren ganz hoch oben.

 

Der Eine, Böses nur im Sinn,

Der Andere wichtelt vor sich hin,

Böses findet er nicht richtig,

Aber auch nicht richtig wichtig.

 

Die Wichtelzeitung mit dem Bild,

Ist von gerechtem Zorn erfüllt,

Sie jagt und hetzt den Bösewicht,

Nur den ganz oben nennt sie nicht.

 

Wichtelmann ist dann empört,

Weil sich sowas nicht gehört,

Wichtelmann den Brei verdaut,

Weil schon alles vorgekaut.

 

So sind reiche Oberschichten,

Immer reich an Bösewichten,

Und es lebt der arme Wicht,

Immer in der Unterschicht.    

Peter Leinitz 21.12.12

 

DER  TEUFEL

Der Teufel ist ein Beelzebub,

Mit unerhörtem Antriebsschub,

Satanisch ist die Energie,

Spartanisch unsere Fantasie.

 

Mit den Jahren kann man reifen,

Hölle kann man nie begreifen.

Der Teufel ist der Herr der Hölle,

Erhebt er dort auch Einfuhrzölle,

 

Ist die Hölle isoliert,

Oder auch globalisiert,

Wird mit Energie gegeizt,

Oder bleibt sie gut beheizt?

 

Der Teufel ist ein Satansbraten,

Mit Tücke und mit guten Taten,

Mit Geld will er die Seele kaufen,

Dann darf man Ficken oder Saufen.

 

Erst wird der brave Mann verführt,

Dann wird die Rechnung präsentiert.

Das musste Goethes Faust erleben,

Weshalb wir nun die Faust erheben.

 

Jede Bank ein Tor zur Hölle,

Keine zahlt die Einfuhrzölle.

Eine kleine Teufelei,

Oder große Schweinerei?   

Peter Leinitz 25.12.12

 

WAHNSINN

Wahnsinn ist der Sinn im Wahn,

Im Frohsinn sind die Sinne froh,

Der Trübsinn ist ein morscher Kahn,

Der Unsinn lebt im Irgendwo.

 

Sinnlos nach dem Sinn zu suchen,

Denn im Sinnen liegt kein Sinn,

Wenig Geld gibt wenig Kuchen,

Und das Los nicht den Gewinn.

 

Sinnlos ist nur dann das Leben,

Wenn wir uns nicht selbst besinnen,

Den Sinn musst du dir selber geben,

Aller Wahnsinn kommt von innen.

Peter Leinitz 25.12.12

 

WERBETRÄGER

Ist der Förster Meisterjäger,

Ist er schon ein Werbeträger,

Trägt ein Affe Krokodil,

Ist das der Lacoste-Stil.

 

Trägt die Frau ein Arschgeweih,

Ist die Werbung nicht dabei,

Firmen die den Arsch verpacken,

Schreiben Werbung auf die Backen.

 

Äußern sich die Männer barsch:

„Die Alte mit dem Gucci-Arsch“.

Jeder will von sich was sagen,

Dazu muss er Werbung tragen.

 

Ein Kreuz am Hals zu jeder Zeit,

Macht Werbung für die Christenheit,

Ein Hakenkreuz am Oberarm,

Macht alte Kämpferherzen warm.

 

Menschen tragen ihre Marken,

Wie sie ihren Wagen parken,

Hier stehe ich mit BMW,

Hier stehe ich, Mercedes E.

 

Ein Arsch der keine Marke hat,

Der frisst sich an der TAFEL satt,

Er ist kein Meister und kein Jäger,

Also auch kein Werbeträger.

Peter Leinitz 26.12.12

 

 

DER  HOFNARR

Von Bütteln wird er nicht bedrängt,

Nicht verfolgt, nicht aufgehängt,

Am Hof der Merkelkönigin,

Hat jeder Hofnarr seinen Sinn.

 

Man beleidigt nur zum Scherz,

Herrscher kennen keinen Schmerz,

Redefreiheit ist Kalkül,

Jeder Lacher ein Ventil.

 

Im Parkett die Wange glüht,

Wenn die Pointe Geist versprüht,

Der Narr belustigt alle Narren,

Die fröhlich auf ihr Ende harren.

 

Wer regiert hat nichts zum Lachen,

Drecksarbeit hat er zu machen,

Vom Bürger wird er nicht geliebt,

Obwohl er doch sein Bestes gibt.

 

Der Reichen Reichtum muss er mehren,

Den Armen muss er das verwehren,

Er muss die Wasserwaage halten,

So ist die Zunge stets gespalten.

 

Er meint, der Bürger sei schon froh,

Zwischen Burger King und Klo,

Er scheut das offene Gefecht,

Da kommt der Narr ihm gerade recht.

 

                                         Peter Leinitz  3.1.13

 

DER  WARZENKNECHT

Sein Lebtag war er Warzenknecht,

Und pochte auf sein Menschenrecht,

Tiere an der Türe pochten,

Weil sie seine Warzen mochten.

 

Menschen mochten ihn nicht leiden,

Und sie suchten ihn zu meiden,

Immer einsam und allein,

War er nur das Warzenschwein.

 

Er war kein Mensch, er war kein Tier,

Er war ein Wesen wie Hartz Vier,

Bis er sich im Wald verkroch,

Und an seinen Warzen roch.

 

Die Warze ist ein Schreckgespenst,

Wer Warzen hat wird ausgegrenzt,

Warzenträger sind Warzisten,

Stehen bald auf schwarzen Listen.

 

Die Warze ist ein Ungetüm,

Oft wuchert sie sogar intim,

Verkehrt der Träger sexuell,

Vermehren sich die Warzen schnell.

 

Hütet euch vor Warzenträgern,

Oder Schwulen, oder Negern,

Lasst sie nicht ins Haus hinein,

Vorsicht vor dem Warzenschwein.

 

                                              Peter Leinitz 3.1.13

 

DER  SCHALTER

Ständig drehen sich die Mühlen,

Von Gedanken und Gefühlen,

Keine Ruhe, keine Rast,

Weil du keinen Schalter hast.

 

Abzuschalten diese Plage,

Die uns peinigt alle Tage,

In der Jugend, wie im Alter,

Immer fehlt uns dieser Schalter.

 

Einst werden wir den Himmel sehn,

Vor einem Schalter Schlange stehn,

Hier wird jeder Schritt verwaltet,

Und wir werden abgeschaltet.

 

                                           Peter Leinitz 4.1.13

 

DAS  HEIL

Wie der Tänzer auf dem Seil,

Sucht der Mensch sein Heil im Heil,

Einer zelebriert das Heil,

Viele nehmen daran teil.

 

Wenn dem Volke Unheil droht,

Heilt das Heil die ärgste Not,

Heil dem Führer, heil dem Vater,

Heilig ist das Heils-Theater.

 

Alle flehen um das Heil,

Meistens kommt das Gegenteil,

Stets bereit das Wort zu brechen,

Kann man leicht das Heil versprechen.

 

Ist der Mensch zum Heil bereit,

Wird das Heil zur Heiligkeit,

Heilig sind Erfolg und Ruhm,

So entsteht das Heiligtum.

 

Dieses Kalb aus purem Gold,

Wird umtanzt für Ehrensold,

Für die Kapitalverbrechen,

Will man es nun heilig sprechen.

 

                                 Peter Leinitz 13.1.13

 

WASSER

Wasser ist das höchste Gut,

Bei Mangel steigt des Volkes Wut.

Der Kampf um Wasser wird nun schärfer,

Steine gegen Wasserwerfer.

 

DER  TOD  DES  APFELS

Ein Apfel saß auf einer Bank,

Seit Tagen fühlte er sich krank,

Gut in Schale, Wangen rot,

Doch er fühlte sich bedroht.

 

Im Park sah er die Kinder spielen,

Er war ein Opfer von Gefühlen,

Er war geschwächt und ohne Kraft,

Von seiner Stirn rann Apfelsaft.

 

Innerlich war er zerfressen,

Und von Todesangst besessen,

Dann wählte er mit ernster Miene,

Die Nummer seiner Apfelsine.

 

Ob Todesangst, ob Liebeskummer,

Kein Anschluss unter dieser Nummer.

Ein fremder Apfel lud ihn ein,

Zu einem Gläschen Apfelwein.

 

Er schleppte sich zur Schänke hin,

Zu lange war der Wurm schon drin.

Rasch tritt der Wurm den Apfel an,

Das hat schon Goethe kund getan.

 

                                           Peter Leinitz 7.1.13

 

 

DIE  FAHNE

Die Fahne hoch, die Fahne schwenken,

Der Führer ruft und alle folgen,

Wir kämpfen ohne zu bedenken,

Nie denkt der Kämpfer an die Folgen.

 

Mein Kampf, so könnte jeder sagen,

Der je für seinen König ritt,

Der jemals diese Last getragen,

Und Leiden für den Herrscher litt.

 

Er ist der König, wir die Knechte,

Wir alle tragen seine Fahne,

Kämpfen täglich Scheingefechte,

Und wir leben in dem Wahne.

 

Ein Volk muss seinen Herrscher lieben,

Die Fahne flattert uns voran,

Der Feind hat uns schon abgeschrieben,

Wir kämpfen weiter, Mann für Mann.

 

Keiner will sich mehr verkriechen,

Es will der König unser Wohl,

Jeder soll die Fahne riechen,

Es lebe König Alkohol.

                                  

                               Peter Leinitz  18.1.13

 

EKEL

Frauen ekeln sich vor Geld,

Das Gegenteil wird unterstellt,

Weil sich immer eine findet,

Die den Ekel überwindet.

 

Man bedauert diese Schwestern,

Die gefangen noch im Gestern,

Sich dem Gelde angebiedert,

Bis zum Brechreiz angewidert.

 

Dann in einem Käfig leben,

Und sich ständig übergeben,

Dort setzt man sie unter Druck,

Mit Diamanten, Gold und Schmuck.

 

Ein Sadist der Ehemann,

Der das Elend sehen kann,

Bis die Ärmste nur noch säuft,

Von Geschenken überhäuft.

 

 

Peter Leinitz  25.1.13

 

DER  AUGENSCHEIN

Kürzlich wurde von ganz oben,

Der Augenschein zur Pflicht erhoben,

Fernsehabend, Führerschein,

Nichts geht ohne Augenschein.

 

 

Zahlt der Bürger nicht genug,

Droht der Augenscheinentzug.

Es nimmt das Amt für Augenschein,

Gebühren nun schon doppelt ein,

 

Jedes Auge wird besteuert,

Und das Sehen wird verteuert.

Der Staat will seinen Bürger blind,

Und ihn leiten wie ein Kind.

 

Instrument der Tyrannei,

Ist die Augenpolizei,

Steht der Bürger vor Gericht,

Nimmt man ihm das Augenlicht.

 

Blind ertastet er den Wein,

Trinkt ihn ohne Augenschein,

Blind ist er nun Jahr für Jahr,

Wie er es schon immer war.

 

Peter Leinitz  25.1.13

 

DAS  LEBEN  DER  TOTEN

So sehr der Mensch die Toten ehrt,

Ihr Leben scheint nicht lebenswert,

Zu denken, wie die Toten leben,

Erscheint ihm doch total daneben.

 

Man sieht nur bis zum Horizont,

An der Überlebensfront,

Gut gekleidet kämpft man eben,

Oft nur um das nackte Leben.

 

Für Tote ist der Lebenskampf,

Eine Art von Wadenkrampf,

Leben windet sich in Krämpfen,

Tote müssen nicht mehr kämpfen.

 

Wenn die Zeit sich endlos dehnt,

Wird gern mal der Tod ersehnt,

Bleibt er aus, wird er verflucht,

Das Paradies ist ausgebucht.

 

Peter Leinitz  18.1.13

 

DER  FÜRST

Der Fürst lebt hinter hohen Mauern,

Und ist gnädig zu den Bauern.

Die Bauern lieben ihren Fürsten,

Wenn sie ihm die Stiefel bürsten.

 

Kein Fürst kann je dem Frieden trauen,

Es gibt da noch die Bauernschlauen,

Die das reiche Pack verachten,

Und ihm nach dem Leben trachten.

 

Fürsten die an Schrauben drehen,

Und den Unmut übersehen,

Schlafen schlecht auf ihren Liegen,

Träumen oft von Bauernkriegen.

 

Peter Leinitz  28.12.12

 

DER  FAULE  PETER

Ich bin der faule Peter,

Faul wie ein Straßenköter,

Räudig und zerzaust,

Und total verlaust.

 

Ich bin ein fauler Kunde,

Bescheiße alle Hunde,

Ich piss an jedes Bein,

Ich bin ein faules Schwein.

 

Ich lass die andern machen,

Und kann ins Fäustchen lachen,

Ich freu mich wie ein Kind,

Wenn die so blöde sind.

 

Denn, ohne Fleiß kein Preis,

Das ist für mich nur Scheiß,

Nie liebt mich eine Frau,

Ich bin `ne faule Sau.

 

Die Menschen schauen weg,

Ich lebe gern im Dreck,

Ein Köter der beim Fußtritt jault,

Ein Faultier das vor Faulheit fault.

 

Peter Leinitz 27.1.13

 

SUCHT  UND  ORDNUNG

Ordnung ist das halbe Leben,

Die zweite Hälfte säuft man eben.

Es sucht der Mensch von Anbeginn,

Er sucht die Ordnung und den Sinn.

 

Schon die frommen Lieder singen,

Kann Ordnung in das Chaos bringen,

Doch es steht in jedem Buche,

Der Mensch ist ständig auf der Suche.

 

Während er so sucht und sucht,

Nähert er sich oft der Sucht,

Mancher findet dann den Sinn,

In der nächsten Flasche Gin.

 

Es darf auch Bier und Whisky sein,

Keiner redet ihm da rein.

Heroin und Kokain

Sind nicht teurer als Benzin.

 

Viele sind in jungen Jahren,

Schon auf alles abgefahren.

Alles regelt die Verordnung,

Über Freiheit, Sucht und Ordnung.

 

Peter Leinitz 28.1.13

SPERRMÜLL

Was gesammelt wir im Leben,

Wird einst auf den Müll gegeben.

Was wir angehäuft an Schätzen,

Weiß die Nachwelt nicht zu schätzen.

 

Es hing das Herz an manchem Tand,

Bis der Sammler Ruhe fand.

Da wird nichts mehr aufgelistet,

Nur die Bude ausgemistet.

 

Aus der Wohnung schnell verbannt,

Ist der Leichnam längst verbrannt.

Das Leben ist ein kurzer Traum,

Nur die Seele schwebt im Raum.

 

                                      Peter Leinitz 31.1.13

 

DER  BLASENSEE

Landet ein Insekt in Sekt,

Hat es einen See entdeckt.

So war es als die Sekt Insekten,

Die Blasen in dem Sekt entdeckten.

Die Rettung meist durch Finger tunken,

Insekt wird selten mitgetrunken.

 

 

ZAUBERHAFT

Einzeln ist die Einzelhaft,

Voll Zauber ist die Zauberhaft.

Keiner merkt wie es passiert,

Viele sind schon inhaftiert.

 

Es liegt ein Zauber von Gewalt,

Über dieser Haftanstalt.

Es wird gezaubert und gewaltet,

Die Zelle ständig neu gestaltet.

 

So ist der Häftling nie gefangen,

Er kann an jeden Ort gelangen.

Wer je in Zauberhaft genommen,

Ist niemals wieder frei gekommen.

 

                               Peter Leinitz 1.2.13

 

OBERHAND

Die Oberhand bleibt ungenannt,

Behält jedoch die Oberhand.

Unten suchen, oben finden,

Und von oben unterbinden.

 

Wir teilen alles halb und halb,

Du kriegst die Beine ich das Kalb.

Was man einst auch unten fand,

Ist nun Besitz der Oberhand.

 

Was die Oberhand erfand,

Nimmt nun langsam überhand,

Sie verkaufte unter Hand,

Jeden Wert in Stadt und Land.

 

Die Unterhand ist krank und wund,

Die Oberhand stößt sich gesund,

Sie ist der Freiheit Unterfand,

Weil man darunter nichts mehr fand.

 

                                    Peter Leinitz 1.2.13

 

TOLLWUT

Ein Hund, bis dahin wohl gesund,

Wollt nicht mehr leben wie ein Hund.

Das alte, Herr und Hund-System,

War ihm nicht mehr angenehm.

 

Jeder Hund trug diese Bürde,

Domestiziert und ohne Würde.

Von Parolen aufgehetzt,

Hat mancher Hund sich widersetzt.

 

Viele ließen sich verführen,

Schissen Herrchen vor die Türen.

Hunde die sich derart sperren,

Respektieren keine Herren,

 

Haben meist, bevor sie schissen,

Herrchen in die Hand gebissen.

Jeder Hund der Futter wittert,

Beißt die Hand nicht, die ihn füttert.

 

Darum haben Volksgenossen,

Jeden Hund, der schiss erschossen.

Erlaubt ist Bellen oder Beißen,

Nicht, auf das System zu scheißen.

                                      Peter Leinitz 12.2.13

 

AM  PRANGER

Frauen prangern Männer an,

Männer prangern Frauen an,

Sex, der schlimmste aller Triebe,

Es geht um Hass und nicht um Liebe.

 

Geschlechterkampf und Zugewinn,

Kampf ist ja des Lebens Sinn.

Alle kämpfen, keiner liebt,

Weil Liebe keinen Sinn ergibt.

 

Wenn es regnet wird man nass,

Jeder fragt, was bringt mir das.

Liebe ist ja kein Beruf,

Den Gott zum Überleben schuf.

 

Liebe ist ein Kunstprodukt,

Von der Werbung ausgespuckt,

Maßlos wird es übertrieben,

Weil wir unsere Lieben lieben.

 

Wir sollten uns zum Hass bekennen,

Auf alles was wir Liebe nennen,

Und bei einem Glase Wein,

Endlich ehrlich zu uns sein.

                           Peter Leinitz 2.2.13

 

VERTREIBUNG

Im Paradies gab`s keine Zoten,

Und Sexismus war verboten.

Eva war noch keine Braun,

Grenze war der Gartenzaun.

 

Adam fehlte noch der dolf,

Und man spielte noch nicht Golf.

Die Erde war noch unbefleckt,

Und von Maklern unentdeckt.

 

Krieg war kein Computerspiel,

Äpfel kosteten nicht viel,

Aber das Bananen kosten,

Kostete den ganzen Osten.

 

Schlangen kamen aus dem Westen,

Um das Paradies zu testen,

Die Stasi hatte stets gewarnt,

Wie der Klassenfeind sich tarnt.

Heute tarnen sich die Linken,

Wenn sie mit dem Finger stinken,

Leider ist auch diese Tarnung,

Noch kein Anlass zur Entwarnung.

                             

                                    Peter Leinitz 6.2.13

 

DAS  SCHLOSS

Der Arme, der in Hütten haust,

Frisst die Suppe aus der Faust.

Weil er keinen Teller hatte,

Starb sogar die Kellerratte.

 

Dann sieht er, bunt auf einem Print

Das Schloss von einem Königskind.

Gold und Glanz in allen Gängen,

Stoffe die vor Fenstern hängen.

 

Ein Vorhang der der Welt verbirgt,

Wer edle Speisen runter würgt,

Wer korrupt und machtbesessen,

Sich schon lange überfressen.

 

Die Reichen sind die Wunderknaben,

Die schon lange alles haben.

Der Arme respektiert den Boss,

Wünscht sich nur ein Vorhängschloss.

 

                                    Peter Leinitz 6.2.13

KOSTEN

Wenn man edle Speisen kostet,

Fragt man schon mal was das kostet,

Die Antwort die man oft erhält,

Ach das kostet nicht die Welt.

 

Bankenrettung, Mehrwertsteuer,

Sind dann aber doch recht teuer.

Europa kostet nicht die Welt,

Jeder Fortschritt kostet Geld.

 

Wenn wir nur die Kosten sehen,

Können wir nicht vorwärts gehen.

Sinnlos da die Schuld zu suchen,

Wenig Geld gibt wenig Kuchen.

 

Wollt ihr den totalen Sieg,

Oder wollt ihr Bankenkrieg.

Und wir sagen noch einmal,

Was ihr wollt ist uns egal.

Peter Leinitz 6.2.13

 

WIR

Völker krümmen sich in Qualen,

Haben keine freien Wahlen.

Jesus starb für euch am Kreuz,

Macht nun bei der Wahl ein Kreuz.

 

Stimmen wurden ausgezählt,

Und wir wurden frei gewählt.

Klarer Auftrag durch den Wähler,

Danke an die Stimmenzähler.

 

Dieser Auftrag ist Verpflichtung,

Wir bestimmen nun die Richtung.

Liebe Wähler, vielen Dank,

Schluss mit lustig, hier geht’s lang.

 

Es ist nicht jeder Volksvertreter,

Automatisch Volksverräter,

Es geht da um Gewissensqualen,

Und immer wieder neue Wahlen.

 

Es geht um Macht, es geht um Geld,

Es geht um Deutschland und die Welt.

Wir sind Elite, ihr seid Masse,

Und wir bitten euch zur Kasse.

                                          Peter Leinitz 13.2.13

 

DER  FLASCHENGEIST

Geister die in Flaschen leben,

Hat es immer schon gegeben,

Viele bleiben dort gefangen,

Werden nie ans Licht gelangen.

 

Es lebt ein Geist in jeder Flasche,

Und die passt in jede Tasche,

Vom Supermarkt, in Taschen meist,

Trägt man heim den Flaschengeist.

 

Wird die Flasche dann entkorkt,

Wird der Geist mit Luft versorgt,

Er entweicht dem grünen Glase,

Bläst sich auf zur kühnen Blase.

 

Gewinnt er endlich an Gestalt,

Fragt er nach deinen Wünschen bald,

Jeden kann er dir erfüllen,

Er gehorcht nur deinem Willen.

 

Ein treuer Diener steht bereit,

Denn du hast ihn ja befreit.

Geistern sollte man nicht glauben,

Dieser ist der Geist der Trauben.

 

Ein Geist der allen wohl bekannt,

Weingeist wird er wohl genannt,

Trägst du heim ihn in der Tasche,

Sperrt er dich in eine Flasche.

 

Peter Leinitz 27.2.13

DAS  NEUE  KINO

Heut verkauft der Filmbetreiber,

Überwiegend Flintenweiber,

Während Männer Blumen gießen,

Müssen starke Frauen schießen.

 

Die alten Muster sind bekannt,

Neue Frauen braucht das Land,

Früher sah ein Mann noch rot,

Heut spielt die Frau das Lied vom Tod.

 

Die neuen Muster sind die alten,

Es gilt den Gegner auszuschalten,

Darum hüte sich der Mann,

Vor der Frau die schießen kann.

 

Schützenliesel ist ein Hohn,

Erbärmlich ist der Stundenlohn,

Eines kann der Film erreichen,

Gleicher Lohn für gleiche Leichen. 

Peter Leinitz  4.3.13

 

DER  TOD  IM  SEE

Dauerschlau und Besserweiß,

Liefen Schlittschuh auf dem Eis,

Unter ihnen lag der See,

Und von oben fiel der Schnee.

 

Es brach das Eis, sie soffen ab,

So ward der See ihr kühles Grab,

Schlaue, die es besser wissen,

Wird man aber kaum vermissen. 

Peter Leinitz  12.2.13

 

ICH

Es dreht die Welt sich nur um mich,

Mein Ich hat Keinen über sich,

Eigenliebe ist mir Pflicht,

Angst und Zweifel gibt es nicht.

 

Alles ist auf mich bezogen,

Und wird so zurechtgebogen,

Alles wird zur Nichtigkeit,

Wegen meiner Wichtigkeit.

 

Auf mich passt keine Uniform,

Ich bin fantastisch und enorm,

Unfassbar hell erstrahlt mein Ich,

Und sein Licht beleuchtet mich.

 

Hell mein Ich am Himmel steht,

Wenn die Sonne untergeht,

Ich bin die Herrlichkeit des Lichts,

Ich bin alles, du bist nichts.   

Peter Leinitz  9.3.13

 

DER  DRACHE

Feuer speit die Rachenglut,

Geschöpf der Hölle, Drachenbrut.

Wo ist Siegfried, der ihm trotzt,

Wenn der Drache Feuer kotzt.

 

In der Presse wird berichtet,

Dass der Drache Geld vernichtet.

Sieben Köpfe hat das Biest,

Wie man mit Entsetzen liest.

 

Jeder Laie kann erkennen,

Da kann sehr viel Geld verbrennen.

Helfer karren es heran,

Hier steht jeder seinen Mann.

 

Alles wird von Angst regiert,

Weil die Währung sonst verliert.

Der Drache ist ein Pyromane,

Er agiert im Feuerwahne.

 

Will den Wert beim Namen nennen,

Und das Wertpapier verbrennen.

Es schwimmt das Geld im Flammenmeer,

Betrunken ist die Feuerwehr.      

Peter Leinitz 11.3.13

 

DIE  GRAUE  MAUS

Die graue Maus, geht selten aus,

Sie wohnt in einem grauen Haus.

Das Grauen wohnt in diesem Haus,

Das Grauen einer grauen Maus.

 

Wenn sie in grauen Häusern hausen,

Packt graue Mäuse leicht das Grausen,

Weil Katzen dort um Ecken sausen,

Die grausam graue Mäuse mausen.

 

Wenn das Katz und Maus beginnt,

Sind die meisten Menschen blind,

Doch sie lernen schon als Kind,

Das sie graue Mäuse sind.

 

                                  Peter Leinitz  31.3.13

 

GELD  ODER  LEBEN

Rasch tritt der Mensch das Erbe an,

Auch er wird einmal sterben dann.

Verdrängt wird diese Sterbepflicht,

Wenn er um das Erbe ficht.

 

Durch den Verlust zutiefst berührt,

Fühlt der Mensch sich wie kastriert,

Man hat ihm etwas weg genommen,

Dafür muss er was bekommen.

 

Gesetze steuern diese Welt,

Es geht der Mensch, es bleibt das Geld,

Bleibt der Mensch, dann wird es teuer,

Nur wer lebt zahlt Erbschaftssteuer.

 

Auch die Erben werden sterben,

Erben werden sie beerben,

Eitel ist der Menschen Streben,

Nur das Geld wird überleben.

 

                                       Peter Leinitz 6.4.13

AUS  TROTZ

 

Sein Leben war kotz trist,

Da wurde er Trotzkist.             

 

DER  RATTENFÄNGER

 

Der Mensch als Ratte im Labor,

Als Kaninchen im Versuch,

Viele warnen schon davor,

Sehn die Wissenschaft als Fluch.

 

Warnen vor dem Rattenfänger,

Der, der Tiere sich bemächtigt,

Die für lange oder länger,

Nicht zum Mindestlohn berechtigt.

 

Die Ratte, zahm wie ein Kanin,

Könnte die Geduld verlieren.

Ein Tier, das immer ruhig schien,

Kann zum wilden Tier mutieren.

 

Noch schnallt sie den Gürtel enger,

Noch lebt sie im Schattenreich,

Doch sie träumt vom Rattenfänger,

Einem großen Rattenscheich.

Peter Leinitz 15.4.13

 

DAS  GEBOT  DER  STUNDE

Der Teufel hat das Geld erfunden,

Gott, der Herr hat es geduldet,

Satan hat die Welt geschunden,

Alle Welt ist nun verschuldet.

 

Es windet sich die Welt in Krämpfen,

Der Spekulant wird angespuckt,

Geld kann man nur mit Geld bekämpfen,

Mit neuen Lügen, neu gedruckt.

 

Es braucht der Staat den Bürger sehr,

Opfer sind Gebot der Stunde,

Ob Volkssturm oder Bürgerwehr,

Sonst geht alles vor die Hunde.

 

Leg nicht die Hände in den Schoss,

Tu was sie von dir erwarten,

Ein Volk steht auf, ein Sturm bricht los,

Trenne dich von dem Ersparten.

 

Bürger, du hast keine Wahl,

Sei ein Kämpfer, sei dabei,

Dein Geld besiegt das Kapital,

Bürger gib dein Konto frei.

 

Peter Leinitz  20.4.13

 

IN  DEN  WOLKEN

 

Wer verstarb sitzt hoch dort oben,

Schaut auf die Erben wohl herab,

Er muss die Himmelsordnung loben,

Durch sie entkam er seinem Grab.

 

Er tauschte dunkel gegen hell,

 Trägt ein weißes Flügelkleid,

Er fliegt mal langsam und mal schnell,

Ist bereit zur Ewigkeit.

 

Von Wolke drei sieht er genau,

Wo seine Enkel spielen,

Wer schläft jetzt mit seiner Frau,

Sie schlief ja schon mit vielen.

 

Ist der Himmel Wolkenreich,

Stehen Engel in der Schlange,

Es ist die Sicht nicht immer gleich,

Und das Warten dauert lange.

 

Teuer sind die besten Wolken,

Mit Sternentalern wird gezahlt,

Hier wird auch die Kuh gemolken,

Und mit dem Profit geprahlt.

 

Korruption auch hier regiert,

Es regnet wenn die Wolke weint,

Hoffnung ihren Glanz verliert,

Der Himmel ist nicht was er scheint.

 

                                 Peter Leinitz  27. 8. 13

DAS  TRINKEN

 

Das Trinken ist ein Männersport,

Man spült damit die Sorgen fort.

Und mit jedem neuen Prost,

Erhält man einen neuen Trost.

 

Der Alkohol ist ungesund,

Doch wird der Alltag durch ihn bunt.

Die Lichter leuchten in der Nacht,

Wenn er sich auf den Heimweg macht.

 

Bei den Bullen große Klappe,

Kostet ihn das seine Pappe.

Wenn er dann den Job verliert,

Ist er ziemlich angeschmiert.

 

Spielt er weiter wilde Sau,

Dann verliert er auch die Frau.

Ohne Wohnung steht er bald,

Ganz allein im dunklen Wald.

 

Mit der Flasche unter Bäumen,

Kann er von der Zukunft träumen.

Ein Häuschen wäre wunderbar,

Und im Keller eine Bar.

 

Auch im Winter, ohne frieren,

Kann man Trinken kultivieren.

Wenn die Sache richtig läuft,

Eine Frau die mit ihm säuft.

 

                              Peter Leinitz 31.8.13

SUSPEKT

Immer Neues wird entdeckt,

Was den braven Bürger schreckt,

Mag es unberechtigt sein,

Er stuft es als verdächtig ein,

Hat er einmal den Verdacht,

Ist er um die Ruh gebracht.

 

Heute so beliebt wie nie,

Die Verschwörungstheorie,

Nie war einer auf dem Mond,

Weil sich das ja gar nicht lohnt,

Keiner will da investieren,

Und es gibt auch keine Viren.

 

Immer will man uns erzählen,

Jeder Bürger könne wählen,

Man sieht es auf den ersten Blick,

Wahlen sind ein fauler Trick,

Der Bürger hat den sechsten Sinn,

Das was drauf steht ist nicht drin.

 

Mit der Angst vor der Verschwörung,

Steigert sich auch die Empörung,

Nichts ist sicher, alles schwankt,

Daran ist die Welt erkrankt,

In einer Welt die nicht perfekt,

Ein jeder seine Wunden leckt.

 

                            Peter Leinitz  5.9.13

 

DER  RECHTSSTAAT

Der Rechtsstaat ist ein Staat des Rechts,

Leider manchmal zu weit rechts,

Der Linksstaat wäre zu weit links,

Weiter in der Mitte ging`s.

 

                            Peter Leinitz 7.9.13

 

UNTERMIETER

Niedlich wie die Mickymaus,

Ist sie Gast in jedem Haus,

Stets war sie dem Menschen nah,

Auch wenn er sie selten sah.

 

Kinder würden mit ihr spielen,

Eltern würden auf sie zielen,

Sie lebt in seinen Kellern,

Und frisst von seinen Tellern.

 

Es bleiben viele Reste,

Da frisst sie nur das Beste,

Immer satt und gut gelaunt,

Es lebt sich gut im Underground.

 

ALKOHOLFREI

Sie ist clever und gescheit,

Nie im Leben war sie breit,

Sie betrinkt sich nie an Bier,

Sie ist nicht zum Trinken hier.

 

Whisky Wodka Weinbrand Wein,

Sie lässt sich da auf gar nichts ein,

Sie fühlt sich in der Gosse wohl,

Ganz ohne jeden Alkohol.

 

Sie sieht den Menschen wie er ist,

Wenn er auf ihre Wege pisst,

Sie steht im Regen wenn er schifft,

Niemals frisst sie Rattengift.

 

                                      Peter Leinitz 7.9.13

 

DIE  ARSCHKARTE

Das Leben ist ein Kartenspiel,

Man braucht ein gutes Blatt,

Wer viel wagt, gewinnt auch viel,

Weil er ja schon viel hat.

 

Hast du nichts, hast du verloren,

Du hast keine guten Karten,

Leider bist du arm geboren,

Und das Glück lässt auf sich warten.

Ist dein Einsatz hoch genug,

Willst du alles geben,

Spielst du gegen den Betrug,

Du riskierst dein Leben.

 

Spiele deine Karte nicht,

Lass dich nicht verlocken,

Sieh der Wahrheit ins Gesicht,

Lass die Gangster zocken.

 

                              Peter Leinitz 10.9.13

 

VERBLENDUNG

Mit der Arbeit unserer Hände,

Setzen Blende wir um Blende,

Energie, die wir verschwenden,

Sie verschwindet hinter Blenden.

 

Wer verblendet, ist verblendet,

Weil die Mühsal niemals endet,

Hinter Blenden wohnt das Grauen,

Keiner wagt es anzuschauen.

 

Teufels Blendwerk ist die Blende,

Sie verbirgt das böse Ende,

Satan will den Menschen blenden,

So soll er von Gott sich wenden.

 

Sieht der Mensch auch blendend aus,

In seinem Filz sitzt schon die Laus,

An ihm nagen schon die Viren,

Diesen Kampf wird er verlieren.

 

Auch wenn die letzte Blende passt,

Auf ewig trägt er diese Last,

Zwanghaft und ein Leben lang,

Leidet er an Blendenzwang.

 

                                 Peter Leinitz 10.9.13

DIE  ZEHN  GEBOTE

Du sollst nicht tun, was man nicht tut,

Sei niemals böse oder gut.

 

Du sollst nicht Glauben, sondern denken,

Dem Glauben keinen Glauben schenken.

 

Du sollst nicht hassen und nicht lieben,

Beides wird meist übertrieben.

 

Sag nie die Wahrheit ins Gesicht,

Die Welt verbessern sollst du nicht.

 

Respektieren und verzeihen,

Aber niemals Geld verleihen.

 

Du sollst nicht lügen oder stehlen,

Tiere oder Menschen quälen.

 

Du sollst stets dein Bestes geben,

Und besser als die Anderen leben.

 

Du sollst dich nicht bewundern lassen,

Wer dich bewundert wird dich hassen.

 

Du sollst nicht sein so wie du bist,

Weder Maso noch Sadist.

 

Du sollst nicht suchen nach dem Sinn,

Gib dich dem Leben einfach hin.

 

                                         Peter Leinitz 17.9.13

DIE  ERSCHEINUNG

Es stand einmal ein Gartenzwerg,

Auf einem Berg bei Wartenberg,

Zwerge die auf Bergen warten,

Warten nicht im Zwergengarten.

 

Hohe Berge, frohe Zwerge,

Jeder sein Gesicht verberge,

Wenn der Berggeist dann erscheint,

Hat der Zwerg meist schon geweint.

 

Hinter Särgen lauern Schergen,

Die sich wohl getarnt verbergen,

Sie verfolgen meist die Zwerge,

Doch man sucht den Geist der Berge.

                                               

MITLEID

Das Mitleid ist des Leidens Mitte,

Ich bin der Zweite, du der Dritte,

Wir leiden nicht aus erster Hand,

Wir sind ja nicht direkt verwandt.

 

Können wir nicht selbst betrauern,

Können zutiefst bedauern,

Wir lächeln auch mal, insgeheim,

So sollte echtes Mitleid sein.

                               

WENN  DU  NUR  WILLST

Wenn du nur willst wird alles wahr,

Weil das ja noch nicht alles war.

Wenn du nur willst wird Frieden sein,

Denn dann wirst du geschieden sein.

 

Wenn du nur willst wird alles gut,

Das Alte ist ein alter Hut,

Das Neue ist ein neuer Kopf,

Das Alte ist ein alter Zopf.

 

Wenn du nur willst, ein neues Glück,

Doch diesmal führt kein Weg zurück.

Warum bist du allein geblieben,

Es wurde Zeit sich selbst zu lieben.    

Peter Leinitz 18.9.13

 

PENNIES FROM HEAVEN

 

Münzen, die vom Himmel fallen,

Dieser Traum gefällt uns allen,

Einmal richtig abzuräumen,

Ist der Traum, den viele träumen.

 

Wenn die Automaten locken,

Wollen auch die kleinen zocken,

Fällt das Geld ihm in den Schoß,

Fühlt der kleine Mann sich groß.

 

Jeder Mensch, der arm geboren,

Wenn er gewinnt, ist er verloren,

Blind hat er an sein Glück geglaubt,

Dann hat die Bank ihn ausgeraubt.

                          Peter Leinitz 26.9.13

 

DIE  DRÜSE

Ein Kind erblickt das Licht der Welt,

Die viel verspricht und wenig hält,

Groß die Augen, klein das Kindel,

Warm und feucht ist seine Windel.

 

Der Knabe wächst und wird ein Mann,

Der ohne Windeln pinkeln kann.

Mit einem harten, scharfen Strahl,

Trifft er gezielt das Urinal.

 

Entdeckt er dann die Zweitfunktion,

Ist der Orgasmus süßer Lohn,

Stets sucht er nun das Himmelstor,

Doch eine Drüse steht davor.

 

Diese Testeronfabrik,

Die erklärt ihm nun den Krieg,

Wenn das Wachstum sie erfasst,

Wird sie jedem Mann zur Last.

 

Die Prostata sie ist nicht fair,

Später wächst sie mehr und mehr,

Sieh der Wahrheit ins Gesicht,

Die Drüse macht den Laden dicht.

 

Wie gezapftes Bier im Glase,

Steigt der Restharn in der Blase,

Spiele mir das Lied vom Tod,

Denn die Nieren sind bedroht.

 

Kommt der Doktor mit dem Messer,

Fließt der Harn auch wieder besser,

Die Blase ist nun leer und leicht,

Weil der Urin sofort entweicht.

 

Müde sitzt der Mann im Sessel,

Ist befreit von seiner Fessel,

Doch die Freiheit ist ein Schwindel,

Warm und feucht ist seine Windel.     

Peter Leinitz  9.11.13

 

DAS SINKENDE SCHIFF


Wenn die Jugend von uns geht,
Sinkt die Lebensqualität.



DER SINN DES LEBENS


Vergeblich sucht man es zu meiden,
Der Sinn des Lebens ist das Leiden.

Peter Leinitz  20.2.14

 

WARUM

Warum sind Alle tätowiert,

Warum ist jede Wand beschmiert,

Warum ist jeder heut gestört,

Warum wird kein Gebet erhört.

 

Warum liebt man das Vorurteil,

Und warum ist Gewalt so geil,

Warum ist Amok laufen in,

Warum hat alles keinen Sinn.

 

Warum ist Krieg nie unmodern,

Und warum schießen wir so gern,

Warum spielt jeder Reiche Golf,

Und warum ist das Lamm der Wolf.

 

Warum lebt mancher wie ein Hund,

Warum ist Rauschgift ungesund,

Warum sind alle suchtbereit,

Und warum sind wir gerne breit.

 

Warum wird jeder Penis hart,

Und warum ist das Phone so smart,

Warum bekämpft sich Frau und Mann,

Und warum tun wir uns das an.

 

Warum sind viele Männer schwul,

Warum ist Mobbing heute cool,

Man freut sich wenn das Opfer weint,

Es ist der Mensch des Menschen Feind.   

Peter Leinitz  4.11.14

 

MEIN VATER

Mein Vater ist der Staat,

Er ist ein Demokrat,

Ich bin ein freier Mann,

Er schützt mich wo er kann.

 

Ich lehne mich nicht auf,

Sonst haut er mir eins drauf,

Ich lebe ganz normal,

Dafür ist er sozial.

 

Er gibt an reich und arm,

Und hält sich beide warm,

Den Armen liebt er sehr,

Dem Reichen gibt er mehr.

 

Ein Staat der gerne baut,

Auch mal den Bürger haut,

Wenn der sich widersetzt,

Weil man ihn aufgehetzt.

 

Er ist ein Mann der Tat,

Verkauft gern an privat,

Der Euro wird geschützt,

Wenn er die Banken stützt.

 

Er überwacht uns gut,

Dass keiner böses tut,

Mein Vater ist gerecht,

Und keinem geht es schlecht.

Peter Leinitz  5.11.14

 

DER BAUM

In der Erde tief verwurzelt,

Hat der Baum noch nie gepurzelt,

Nie schlägt er einen Purzelbaum,

Denn das erlaubt die Wurzel kaum.

 

Er ist kein Clown und kein Artist,

Und wird von allen angepisst,

Ein Objekt der Forstverwaltung,

Bietet keine Unterhaltung.

 

Namen zieren seine Rinde,

Mancher Ast zerbrach im Winde,

Läuse an den Blättern nagen,

Vieles muss ein Baum ertragen.

 

Am Ende wird er dann gefällt,

Und verkauft für schnödes Geld.

Es wird das Holz, mit etwas Glück,

Zu einem schönen Möbelstück.

 

Es nährt die Flammen unter`m Topf,

Oft reicht es nur zum Brett vor`m Kopf.

Doch jeder Mensch hat einen Traum,

Er möchte stark sein wie ein Baum.    

 

                                       Peter Leinitz 23.2.15

 

DAS WUNDER oder KINDERLIED

Leise spielte eine Laute

 Auf dem Berge, tief im Tal,

 Als ein weißes Haar ergraute,

Auf des Vaters Muttermal.

 

Im Walde, wo ich sitzend stand,

Wo Fische oft ertranken,

Versank ein Schiff im Wüstensand,

Voll mit gesunden Kranken.

 

Die nackten Füße blank geputzt,

Versuchte ich den Handstand,

Die Hände waren abgenutzt,

Vom betonierten Sandstrand.

 

Menschenleer und voller Leute,

Abgeholzt das Weizenfeld,

Reglos folgte mir die Meute,

Greise wollten Kindergeld.

 

Sitzend tanzten sie den Reigen,

Leuchtend ihre dunkle Tracht,

Lautlos war der Klang der Geigen,

Hell im Tageslicht der Nacht.

 

Stumm begannen sie zu singen,

Lieblich jeder falsche Ton,

Zwanglos wollten sie mich zwingen,

Unbezahlt zum Mindestlohn.

 

Höllenlärm und Grabesstille,

Lebende die aufersteh`n,

Da verlor ich meine Brille,

Und ich konnte wieder seh`n.

 

                                      Peter Leinitz  27.2.15

AUF DER FLUCHT

Deutschland Deutschland über alles,

Über alles in der Welt.

Wir haben nichts und wollen alles,

Nimm uns auf und gib uns Geld.

 

Alles rennet rettet flüchtet,

Hohe Zeit der Migration.

Heimat wurde uns vernichtet,

Unser Dank ist euer Lohn.

 

Heute muss die Glocke werden,

Alle Grenzen öffnen sich.

Friede sei nun hier auf Erden,

Reich gedeckt der Gabentisch.

 

Macht doch auf ihr Kinder,

Öffnet uns die Türen,

Ist so kalt der Winter,

Lasst uns nicht erfrieren.

 

Kling Glöckchen klingelingeling,

Kling Glöckchen kling.

 

                                      Peter Leinitz  15.10.15

 

NÄCHSTENLIEBE

Die Nächstenliebe ist so leicht,

Weil sie nur bis zum Nächsten reicht.

Schon der Nachbar ist zu fern,

Meistens hat man ihn nicht gern.

 

Nächstenliebe ist so schwer,

Viele liebt man gar nicht mehr.

Sie waren eben oft zu nah,

Manche waren ständig da.

 

Wie soll man den Fremden lieben,

Wär er doch daheim geblieben.

Er kommt aus einem fremden Land

Und ist mir völlig unbekannt.

 

Bitte komm mir nicht zu nah,

Aber plötzlich ist er da.

Ich bin der Nächste den er liebt,

Weil es die Nächstenliebe gibt.

                                            Peter Leinitz  25.10.15

 

FREIHEIT

Jeder Mensch ist frei geboren,

Freiheit ist ihm garantiert,

Frei sind auch die Diktatoren,

Als Befreier präsentiert.

 

Freiheit ist des Menschen Würde,

Aber auch die schwerste Last,

Herrscher nehmen ihm die Bürde,

Die so gar nicht zu ihm passt.

 

Freie Bürger, freie Wahlen,

Freiheit für die Oberschicht,

Sie befreit uns von den Qualen,

Zeigt ein freundliches Gesicht.

 

Freie Wirtschaft, freie Banken,

Frei der Herrscher, frei der Knecht,

Freier Sex und freies Tanken,

Freiheit ist ein Menschenrecht.

 

                                         Peter Leinitz  3.11.15

 

ANGST

Angst vor Spinnen, Angst vor Viren,

Vor kleinen oder großen Tieren,

Angst vor Klerus und Regierung,

Angst vor Flüchtlingseinquartierung.

 

Angst vor Zucker oder Butter,

Ehefrau und Schwiegermutter.

Angst vor Terror, Bomben, Krieg,

Angst vor des Gegners Fußballsieg.

 

Angst vor Ratten und vor Mäusen,

Angst vor Milben und vor Läusen,

Angst vor Alzheim und Demenz,

Untergang und Dekadenz.

 

Angst vor Fortschritt und Versagen,

Angst die Ängste zu ertragen,

 Gib uns unser täglich Brot,

Nimm die Angst uns vor dem Tod.

 

                                                      Peter Leinitz  5.11.15

 

KUNDENDIENST

Jeder Kunde ist ein Kunde,

Kommt für eine halbe Stunde,

Die Zeit hat man sich genommen,

In dem Zeitraum muss er kommen.

 

Kommt er nicht, kam er vergebens,

Dieses ist der Ernst des Lebens.

Manche Kunden kommen schnell,

Das ist gut für das Hotel.

 

Das Hotel ist nur für Stunden,

Und bedient gern viele Kunden,

Jeder Kunde wird bedient,

Weil man damit Geld verdient.

 

Hier im Leben, diesem harten,

Darf man nicht zu viel erwarten,

Wer kommt der kommt, wer geht der geht,

Dienst am Kunden wenn er steht.

                                                 

Peter Leinitz  8. 11. 15

 

SCHEITERHAUFEN

Scheiterhaufen sind beliebt,

Weil der Mensch die Flammen liebt,

Auch wenn der Mensch vom Affen stammt,

Die Flamme hat ihn stets entflammt.

 

Hell begeistert sind die Massen,

Wir verbrennen was wir hassen,

Jede Hexe, jedes Buch,

Ist für uns das rote Tuch.

 

Wenn der Haufen einmal scheitert,

Wird der Horizont erweitert.

Laute Stimmen werden leise

Und sie scheitern haufenweise.

 

Weise scheitern in der Menge,

Gehen unter im Gedränge,

Keine Chance sich frei zu kaufen,

Enden sie am Scheiterhaufen.        

Peter Leinitz  9.11.15

 

INFEKT

Ein Virus lässt die Haut erkranken,

Verbreitet sich ganz ohne Schranken.

Das Auge nimmt die Viren auf,

Dann nimmt das Unheil seinen Lauf.

 

Sie werden im Gehirn verbreitet,

So wird die Krankheit eingeleitet.

Ein Gedanke wird befeuert,

Alles ist nun fremdgesteuert.

 

Starr der Blick, hochrot die Wangen,

Krankhaft steigt das Schmerzverlangen.

Der Masochist ersehnt die Pein,

Dann setzt ein scharfes Stechen ein.

 

Betroffen jeder, Mann und Frau,

Es färbt die Haut sich grün und blau.

Es zu benennen, ein Tabu,

Die neue Krankheit heißt Tatoo.

                                              Peter Leinitz  11.11.15

 

UNSTERBLICH

Dem Zahn der Zeit die Zähne zeigen,

Sich nie mehr vor dem Tod verneigen,

Zu wissen das man ewig lebt,

Sich täglich neu der Vorhang hebt,

 

Endlos Liebe, endlos Leid,

Zahnlos ist der Zahn der Zeit.

Keine Angst mehr vor dem Sterben,

Keine Freude bei den Erben.

 

Kein Verwesen, kein Verbrennen,

Wie wir es von früher kennen,

Keine Wacht am Totenbette,

Keine letzte Ruhestätte.

 

Keine Flamme, keine Glut,

Keiner der in Frieden ruht,

Ewig leben mit den Kriegen,

Immer neu den Feind besiegen.

                                        Peter Leinitz  14.11.15

 

HUNDESOHN

Ein Hundesohn, ein Schweinehund,

Die taten ihre Meinung kund,

Nie mehr Feindschaft zwischen beiden,

Denn sie konnten sich gut leiden.

 

Keinen Streit um Mindestlohn,

Forderte der Hundesohn,

Der Schweinehund, das linke Schwein,

Trat für hohe Löhne ein.

 

Keine Rente ohne Riester,

Forderte der Schweinepriester.

Das Wort ergriff die arme Sau,

Sie forderte das Recht der Frau.

 

Nur die Hundesohnpartei,

Verurteilt jede Schweinerei.

In dem Land wo Hunde leben,

Darf es keine Schweine geben.

                                           Peter Leinitz  14.11.15

 

WUNDERLAND

Alice war im Wunderland,

Sie hat die Wunder klar erkannt.

Plagt der Mensch sich ab mit Sorgen,

Bleiben Wunder ihm verborgen.

 

Wunder gibt es immer wieder,

Das versprechen ihm die Lieder.

Für ein Wunder stets bereit,

Ist der Mensch zu jeder Zeit.

 

Träume nicht vom Wunderland,

Wunder sind dort unbekannt.

Wundersam und wunderbar,

Wie das Wunderland einst war.

 

Wirtschaftswunder sind vergänglich,

Angst und Not sind lebenslänglich.

Alle Bürger wundern sich,

Die Alten werden wunderlich.

Peter Leinitz  16.11.15

COOL

Coole Leute, coole Preise,

Cooles Wetter, coole Reise,

Coole Sprache, cooles Denken,

Cooles Nehmen, cooles Schenken.

 

Coole Grete, cooler Hans,

Coole Fete, cooler Schwanz,

 Cooler Flüchtling, cooles Zelt,

Coole Kriege, coole Welt.

 

Coole Menschen, coole Zeiten,

Cool die Nachricht zu verbreiten,

Cool das Lesen und das Schreiben,

Supercool das sitzen bleiben.

 

Cool die Jugend, cool die Alten,

Cool die Scheiße zu verwalten.

Cool die Sonne, cool der Mond,

Aber keiner bleibt verschont.

                                  Peter Leinitz  16.11.15

 

WILDE  EHE

Die Ehe ist oft halb so wild,

Wenn die Frau den Säugling stillt.

Wenn der Mann sie nun bedrängt,

Ist sie meistens abgelenkt.

 

Früher folgte man dem Trieb,

Heute hat man sich nur lieb.

Alle Wildheit ist vorbei,

Eins und eins ergibt nun drei.

 

Die Frau hat meistens keine Lust

Und beim Manne steigt der Frust.

Hält er ihn mal in den Armen,

Ihren Körper, diesen warmen,

 

Es erklingt ein Liebeslied,

Und das Blut schießt in sein Glied,

Meldet sich die Nummer drei

Und der Zauber ist vorbei.

Peter Leinitz  17.11.15

 

KROKODIL

Es ist der Mensch des Menschen Feind,

Ein Krokodil das Tränen weint.

Wichtig dass du nie vergisst,

Es ist dein Bruder der dich frisst.

 

Seine Zunge ist gespalten,

Du musst ihn dir vom Leibe halten.

Ein Reptil mit scharfen Zähnen,

Brudermord mit falschen Tränen.

 

Träge liegt er in den Wellen,

Doch er wird dir Fallen stellen.

Schwimme nicht in seinen Fluten,

Elend wirst du dort verbluten.

 

Auch wenn alles friedlich scheint,

Jeder Bruder ist dein Feind.

Eines darfst du nie vergessen,

Vor der Liebe kommt das Fressen.

                                              Peter Leinitz   21.11.15

DIE  LIEBESFALLE

Sie ähnelt einer Mausefalle,

Doch betroffen sind wir alle,

Käse lockt die Mäuse an,

Doch der Sex lockt Frau und Mann.

 

Das System läuft wie geschmiert,

Jeder ist davon berührt,

Viele wollen sich entziehen,

Ein vergebliches Bemühen.

 

Man wird Opfer dieser List,

Auch wenn alles Käse ist.

Was man lernt aus Rosenkriegen,

Liebe ist nicht zu  besiegen.

 

Ist die Liebe ausgebrannt,

Dann benutzt man den Verstand.

Doch es wartet auf uns alle,

Immer neu die Liebesfalle.

                                Peter Leinitz  24. 11. 15

 

DER  BÖSE  GEIST

In jedem steckt ein böser Geist,

Der auf die guten Sitten scheißt,

Es wohnt der Geist in Frau und Mann,

Darum scheißt jeder jeden an.

 

Edel will der Mensch sich zeigen,

Bosheit ist ihm nicht zu eigen,

Wie seine Güte stets beweist,

Doch in ihm wohnt der böse Geist.

 

Wer von einem Geist besessen,

Kann die Güte leicht vergessen,

Die er, sorgsam einstudiert,

In seinem Leben nie verliert.

 

Der Mensch ist gut für alle Zeit,

Zu guten Taten stets bereit,

Doch ihn behindert frech und dreist,

Leider dieser böse Geist.

                                  Peter Leinitz  24.11.15

 

FOLTER

Setzt man dir die Daumenschrauben,

Wirst du an die Liebe glauben.

Sieh der Liebe ins Gesicht,

Wenn man dir die Knochen bricht.

 

Auf der Folterbank des Lebens,

Sucht die Liebe man vergebens.

Die Herzen bricht der Folterknecht,

Jedes Mittel ist ihm recht.

 

Ist das Opfer liebestoll,

Streichelt er es liebevoll,

Foltert er es genital,

Sind die Schmerzen optimal.

 

Schmerzlos wär das Leben trist,

Schön, dass Liebe schmerzhaft ist.

Ohne Schmerz lebt man vergebens,

Schmerzen sind der Sinn des Lebens,

                                              Peter Leinitz  25.11.15

 

GEISTER